09 March 2026, 12:20

Wie Trumps Familie mit Macht und Millionen die USA polarisierte

Ein gelblicher, leicht zerknitterter Zeitungsartikel mit der Aufschrift "Diskussion" in schwarzer Tinte, der die Schlagzeile "Semanario Repúblicano Democrático Federal" trägt.

Regieren und Profitieren - Wie Trumps Familie mit Macht und Millionen die USA polarisierte

Ein neuer Dokumentarfilm untersucht die verstrickten Beziehungen zwischen Donald Trumps Präsidentschaft und dem Geschäftsimperium seiner Familie. "Die Trump-Verbindung: Das Geschäft mit der Macht" geht der Frage nach, wie private Interessen mit dem öffentlichen Amt während seiner Amtszeit im Weißen Haus verwoben waren. Die Sendung läuft am Dienstag, dem 10. März, um 20:15 Uhr auf ZDF.

Der Film enthält Interviews mit renommierten Journalisten, Historikern und Politikwissenschaftlern aus den USA und Deutschland, darunter Anne Applebaum, Marci Shore und der ehemalige US-Beamte Miles Taylor. Gedreht wurde an zentralen Schauplätzen wie New York, Washington, Singapur und in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen.

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Während Trumps erster Amtszeit (2017–2021) sorgten die Geschäftsaktivitäten seiner Familie immer wieder für Interessenkonflikte. Die Trump Organization betrieb weiterhin weltweit Geschäfte, wobei ausländische Regierungen – etwa Saudi-Arabien und China – hohe Summen in Trumps Immobilien investierten. Saudi-arabische Offizielle gaben Berichten zufolge kurz nach seiner Amtseinführung über 270.000 Dollar in seinen Hotels aus, während Ivanka Trump chinesische Markenrechte sicherte. Kritiker warfen vor, diese Transaktionen verstießen gegen die Emoluments Clause (Bestechlichkeitsklausel), was zu Klagen der Generalstaatsanwälte von Maryland und Washington, D.C. führte. Einige Verfahren wurden jedoch aus formalen Gründen abgewiesen.

Der Film beleuchtet auch, wie traditionelle Kontrollmechanismen unter Trumps Regierung an Wirkung verloren. Aufsichtsorganisationen wie Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW) dokumentierten mehr als 2.000 mögliche Interessenkonflikte, darunter die Bemühungen von Jared Kushners Familie, während der US-chinesischen Handelsgespräche chinesische Investitionen zu akquirieren. Unterdessen verteidigte der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, Trumps Transparenz und stellte sie der Vorgehensweise der Biden-Administration gegenüber.

Die Dokumentation zeigt, wie sich politische Macht und private Finanzinteressen in Trumps Präsidentschaft vermischten. Anhand zentraler Ereignisse und juristischer Auseinandersetzungen wirft sie grundsätzliche Fragen zu Ethik und Verantwortung in seiner Amtszeit auf. Der Film ist ab nächster Woche für das deutsche Publikum auf ZDF zu sehen.

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