Witten stoppt Taubenabwehrsystem nach nur einer Woche wegen Tierschutzbedenken
Tim BöhmWitten stoppt Taubenabwehrsystem nach nur einer Woche wegen Tierschutzbedenken
Wittens Rathaus installierte am 17. September ein neues Taubenabwehrsystem – doch nur wenige Tage später stoppte der Bürgermeister dessen Nutzung. Die Entscheidung folgte nach Bedenken zum Tierschutz und Kritik einer lokalen Aktivistin. Nun prüft die Stadtverwaltung alternative Methoden, um die Taubenpopulation in der Stadt zu regulieren.
Das System mit dem Namen "BirdFree" war am Rathaus angebracht worden, um Tauben vom Versammeln abzuhalten. Zunächst hatte das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises das Produkt geprüft und keine rechtlichen Bedenken festgestellt. Eine weitere Bewertung deutete jedoch auf mögliche Schäden für die Vögel hin, was schließlich zur Kehrtwende führte.
Bürgermeister Lars König kündigte am 22. September die Einstellung des Systems an, nachdem er sich mit einer Tierschützerin ausgetauscht hatte. Die Behälter des Systems werden ab dem 24. September mit Deckeln verschlossen, ein Termin für den vollständigen Rückbau steht noch aus. Die Gesamtkosten für Installation und Abbau sind bisher unklar.
Unterdessen erwägt die Stadt andere Lösungen, etwa schräge Bretter, um die Tauben fernzuhalten. Auch lokale Taubenliebhaber haben sich bereit erklärt, bei der Reduzierung der Population zu helfen – mit dem Ziel, Sauberkeit und Tierschutz in Einklang zu bringen.
Das nur eine Woche lang genutzte Abwehrsystem wird nun wieder abgebaut. Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, eine humane und wirksame Methode zur Taubenkontrolle in Witten zu finden. Die endgültigen Kosten des Projekts werden erst nach Abschluss des Rückbaus ermittelt.






