10 May 2026, 18:16

Arzneimittelhilfe in der Krise: action medeor kämpft gegen Versorgungslücken nach USAID-Kürzungen

Ein Plakat mit der Aufschrift "28,2 Millionen Amerikaner warten noch auf Obamacare und bleiben unversichert" mit einem Logo unten.

Arzneimittelhilfe in der Krise: action medeor kämpft gegen Versorgungslücken nach USAID-Kürzungen

Die Hilfsorganisation action medeor verstärkt ihre globale Arzneimittelhilfe, nachdem Kürzungen der USAID-Mittel weltweit Gesundheitsprogramme beeinträchtigt haben. Die als „Apotheke der Welt in Notfällen“ bekannte Organisation ruft nun Spender auf, die Lücke zu schließen, die durch den plötzlichen Wegfall der finanziellen Unterstützung in vielen Ländern entstanden ist.

action medeor betreibt Arzneimittellager in Deutschland, Tansania und Malawi. Von diesen Logistikzentren aus werden lebenswichtige Medikamente in Entwicklungsländer – vor allem in Afrika – geliefert. Die Organisation ist zwar nicht direkt von den USAID-Kürzungen betroffen, unterstützt aber Partnerorganisationen, die Schwierigkeiten haben, die Versorgung mit Medikamenten aufrechtzuerhalten.

Durch die Mittelstreichungen sind nun Programme zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria in Afrika bedroht. In Somalia könnten gestoppte, von USAID geförderte Initiativen die Unterernährung verschärfen und zu mehr vermeidbaren Todesfällen führen. Berichte von Partnern von action medeor zeigen wachsende Sorgen über unterbrochene Lieferketten und stockende Behandlungen.

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Als Reaktion darauf intensiviert die Hilfsorganisation ihre eigenen Hilfsmaßnahmen. Sie hat einen dringenden Spendenaufruf gestartet, um die Medikamentenversorgung in den Regionen aufrechtzuerhalten, in denen bisher USAID Unterstützung geleistet hat. Ziel ist es, Unterbrechungen bei der Behandlung zu verhindern und schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen in den kommenden Monaten abzusichern.

Der Stopp der USAID-Mittel setzt kritische Gesundheitsprogramme in mehreren Regionen dem Risiko aus. Durch den Ausbau der Hilfsleistungen und die Spendenkampagne von action medeor soll sichergestellt werden, dass lebensnotwendige Behandlungen weitergeführt werden können. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten sich die Versorgungsengpässe in den am stärksten betroffenen Ländern weiter verschärfen.

Quelle