28 June 2026, 16:15

Automobilindustrie fordert radikale Reformen im Supply-Chain-Management

Die Supply Chain braucht eine eigene Bewegung in der C-Suite

Automobilindustrie fordert radikale Reformen im Supply-Chain-Management

Die Automobilindustrie drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Supply-Chain-Management. Führende Vertreter von Renault, Bosch und anderen Schlüsselunternehmen betonen die wachsende Notwendigkeit von Digitalinvestitionen und einer besseren Abstimmung zwischen Herstellern und Zulieferern. Immer lauter werden dabei die Forderungen nach einer stärkeren Vertretung auf höchster Führungsebene.

Renault und Bosch verzeichnen bereits erste Erfolge durch ihre Digitalisierungsvorhaben. Diese Investitionen steigern Effizienz und Koordination in den gesamten Unternehmensprozessen. Die Vorteile liegen auf der Hand, doch Branchenexperten sind sich einig: Es muss noch mehr geschehen.

Ken Allen, ehemaliger CEO von DHL Express, unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Mitarbeiter die gesamte Wertschöpfungskette verstehen. Dieses Wissen sei entscheidend für reibungslose Abläufe und langfristigen Erfolg. Jean-Christophe Deville von Toyota pflichtet ihm bei und fordert strategisches Denken, um Entscheidungen nachhaltig wertvoller zu gestalten.

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Martin Corner, bei Aston Martin verantwortlich für Supply Chain und Logistik, plädiert dafür, dass der Bereich innerhalb der nächsten fünf Jahre einen eigenen Platz in der Geschäftsführung erhält. Nur so könne die Supply Chain die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient. Michael Schuetrumpf von DP World Europe bezeichnet die Logistik als den komplexesten und faszinierendsten Teil des Geschäfts – und damit als Bereich, der eine gezielte Fokussierung erfordert.

Doch die Branche steht auch vor drängenden Herausforderungen: Die Batterieproduktion in Europa hinkt der Nachfrage hinterher, und digitale Lösungen für die Logistik fertiger Fahrzeuge sind in Vorbereitung. Audi hingegen verfolgt einen ehrgeizigen Plan für eine sauberere und nachhaltigere Zukunft.

Die Reformbestrebungen im Supply-Chain-Management gewinnen an Fahrt. Bessere Abstimmung, digitale Fortschritte und eine Vertretung auf Vorstandsebene könnten die Arbeitsweise der Automobilindustrie grundlegend verändern. Ziel ist es, Effizienz, Nachhaltigkeit und langfristige Entscheidungsprozesse zu verbessern.

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