Borbet-Mitarbeiter kämpfen in Solingen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Nico MeyerBorbet-Mitarbeiter kämpfen in Solingen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Seit über zehn Tagen protestieren die Beschäftigten des Borbet-Werks in Solingen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Täglich um 13:00 Uhr versammeln sich die Mitarbeiter vor dem Betrieb in der Weyerstraße. Die Arbeiter fürchten um Hunderte von Jobs und blicken mit Sorge auf eine ungewisse Zukunft für ihre Familien.
Das Unternehmen hatte Ende 2022 beschlossen, den Standort zu schließen. Als Begründung führte die Geschäftsführung die Gewinnmaximierung an. Diese Entscheidung löste anhaltende Proteste der Belegschaft aus, die entschlossen ist, den Standort zu erhalten.
Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn, die beiden Vorsitzenden der Solinger SPD, besuchten das Werk, um ihre Solidarität zu zeigen. Ackermann sprach zu den Protestierenden und würdigte die enge Verbundenheit, die die Beschäftigten über die Jahre aufgebaut hätten. Vischer-Kippenhahn forderte das Unternehmen auf, seine Entscheidung zurückzunehmen, und betonte die Bedeutung Solingens als Wirtschaftsstandort.
Auch Servet Köksal, Vorsitzender der Wuppertaler SPD, und Dilek Engin, Landtagsabgeordnete aus Wuppertal, schlossen sich dem Besuch an. Ihre Anwesenheit unterstrich die überregionale politische Besorgnis über die Zukunft des Werks.
Die Schließung bedroht Hunderte Arbeitsplätze und wirft das Leben der Beschäftigten und ihrer Familien durcheinander. Lokale Politiker setzen sich weiterhin für eine Überprüfung der Entscheidung ein. Die Proteste bleiben ein täglicher Ausdruck von Zusammenhalt und Entschlossenheit.
