Essen setzt auf Bierdeckel als Feedback-Plattform für Bürgermeinungen
Essen führt Bierdeckel als neue Plattform für Bürgerfeedback ein
Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu lokalen Themen äußern können – über Bierdeckel. Die sogenannten Pottdeckel werden in den kommenden Wochen in rund 50 Bars und Restaurants der Stadt verteilt. Ziel der Aktion ist es, Gespräche über Themen wie die olympische Bewerbung der Region anzuregen, während die Menschen in geselliger Runde ein Getränk genießen.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Bürgerportal unsere Stadt Essen und dem Netzwerk der Privatbrauerei Jacob Stauder. Jeder Bierdeckel trägt zwei QR-Codes: Einer verweist auf Informationen zur möglichen Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044, der andere leitet zu einem anonymen Feedbackformular weiter.
Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Pottdeckel als Instrument, um die Diskussion über die Spiele in den Alltag der Menschen zu tragen. Durch die Platzierung in Kneipen und Gaststätten hofft die Stadt, Meinungen auf lockere und unkomplizierte Weise zu sammeln. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Kommunikationsstrategie für die Bewerbung, an der sich neben dem Rhein-Ruhr-Gebiet auch München, Hamburg und Berlin als mögliche Austragungsorte beteiligen.
Die Bierdeckel enthalten zudem Fragen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen sollen. Sobald die Olympiakampagne abgeschlossen ist, sollen die Pottdeckel weitergenutzt werden, um künftig andere kommunale und gesellschaftliche Themen aufzugreifen.
In den nächsten Wochen werden die Deckel in Essen verteilt. Bürgerinnen und Bürger können die Codes scannen, um sich zu informieren oder ihre Meinung anonym abzugeben. Die Stadt plant, das gesammelte Feedback für Entscheidungen zur Olympischen Bewerbung und anderen lokalen Angelegenheiten zu nutzen.






