Europas Gaspreise bleiben trotz LNG-Überangebot auf Rekordtief
Europäische Gaspreise bleiben trotz hohem LNG-Angebot voraussichtlich niedrig
Trotz der großen Verfügbarkeit von verflüssigtem Erdgas (LNG) werden die europäischen Gaspreise in den kommenden Jahren voraussichtlich auf niedrigem Niveau bleiben. Die Nachfrage auf dem Kontinent ist weiterhin schwach und hat sich selbst bei gesunkenen Kosten nicht erholt. Analysten verweisen auf anhaltende strukturelle und konjunkturelle Faktoren, die den Verbrauch dämpfen.
Auf der E-World-Konferenz in Essen vom 20. bis 22. Februar stellt die CIB ihre neuesten Markteinblicke vor. Joel Hancock, Analyst für Rohstoffforschung, wird dort die Aussichten für den europäischen Gasmarkt erörtern.
Laut CIB wird sich der Referenzpreis TTF 2024 auf durchschnittlich 29,5 €/MWh und 2025 auf 30,5 €/MWh belaufen. Mit dem Markteintritt neuer LNG-Lieferungen könnten die Preise bis 2026 weiter sinken. Allerdings bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Speicherkapazitäten, die durch das anhaltende Überangebot an ihre Grenzen stoßen.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Europa: Weltweit können konventionelle Gasspeicher mit der Entwicklung nicht Schritt halten. Zwar bleibt das LNG-Angebot hoch, doch ohne einen spürbaren Nachfrageanstieg könnte das Ungleichgewicht die Preise noch weiter drücken.
Der europäische Gasmarkt sieht sich einer Kombination aus reichlichem Angebot und stagnierender Nachfrage gegenüber. Die Prognosen der CIB deuten auf stabile, aber niedrige Preise in naher Zukunft hin, mit möglichen weiteren Rückgängen. Engpässe bei der Speicherung und das Überangebot bleiben zentrale Herausforderungen für die Branche.






