29 March 2026, 14:20

Evonik-Aktie im Abwärtstrend: Warum Insider trotzdem massiv kaufen

Leuchtend buntes "Winnock"-Schild an einer Wand angebracht, das eine Börse anzeigt.

Evonik-Aktie im Abwärtstrend: Warum Insider trotzdem massiv kaufen

Evoniks Aktie verzeichnet seit Wochen einen stetigen Rückgang – trotz interner Zuversichtssignale. Zwei Führungskräfte des Konzerns haben kürzlich beträchtliche private Investitionen in Unternehmensanteile getätigt, was die Frage aufwirft, ob die operative Leistung des Unternehmens besser ist, als der aktuelle Börsenkurs vermuten lässt.

Die jüngsten Insider-Käufe fallen in eine Phase, in der Evonik seine Finanzprognosen anpasst – eine Entwicklung, die bei Analysten und Anlegern gemischte Reaktionen auslöst.

Anfang März 2026 veröffentlichte Evonik seinen Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2025. Der Aktienkurs lag am vorherigen Freitag bei 14,73 Euro zum Handelsschluss. Zwar verlor die Aktie an diesem Tag 1,6 %, doch innerhalb der letzten 30 Tage hatte sie ein Plus von 13,57 % verzeichnet. Der Relative-Stärke-Index (RSI) befand sich bei 15,8 – ein Indikator für eine überverkaufte Situation.

Besondere Aufmerksamkeit erregten jüngste Transaktionen von Unternehmensinsidern: Claudine Mollenkopf, Mitglied des Evonik-Vorstands, erwarb 6.500 Aktien im Wert von 95.875 Euro. Bereits im April und August hatte sie 5.000 bzw. 6.000 Aktien gekauft. Auch Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand des Konzerns, hatte im August 2.999 Anteile erworben.

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Trotz dieser Vertrauensbekundungen korrigierte Evonik seine Prognose für das dritte Quartal 2025 nach unten. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) wird nun auf 420 bis 460 Millionen Euro taxiert – deutlich unter den bisherigen Markterwartungen von 500 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte der Konzern noch 577 Millionen Euro erwirtschaftet.

Analysten des AKTIONÄR raten zur Vorsicht und empfehlen Anlegern, auf deutlichere Verbesserungen der operativen Leistung und der Marktentwicklung zu warten, bevor sie Kapital investieren. Die jüngsten Insider-Käufe passen in ein größeres Narrativ, wonach die fundamentalen Daten des Unternehmens stärker sein könnten als der aktuelle Aktienkurs widerspiegelt. Ähnliche Schritte von BASF sowie Investitionen von Berkshire Hathaway in den Sektor untermauern diese These.

Evoniks angepasste Prognose und die Insider-Aktivitäten zeichnen ein ambivalentes Bild: Während die Führungsetage offenbar vom langfristigen Potenzial des Unternehmens überzeugt ist, bleibt die Aktie unter Druck. Anleger beobachten nun gespannt, ob sich sowohl die Finanzkennzahlen als auch die Marktstimmung bald erholen.

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