Evonik hebt Jahresprognose 2026 an – EBITDA steigt auf bis zu 2,2 Milliarden Euro
Nico MeyerEvonik hebt Jahresprognose 2026 an – EBITDA steigt auf bis zu 2,2 Milliarden Euro
Evonik Industries erhöht Prognose für 2026
Die Evonik Industries AG hat ihre Finanzprognose für das Jahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Die Anpassung folgt auf eine starke Performance in der ersten Jahreshälfte 2026 und verbesserte Marktbedingungen.
Für das zweite Quartal 2026 prognostiziert Evonik ein bereinigtes EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro – ein Wert, der die Erwartungen von Analysten (rund 567 Millionen Euro) übertrifft und deutlich über den 509 Millionen Euro aus dem zweiten Quartal 2025 liegt. Für die erste Jahreshälfte rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA von etwa 1,1 Milliarden Euro.
Die Sparte Tierernährung entwickelt sich weiterhin positiv, wobei die Wachstumstrends voraussichtlich auch im dritten Quartal anhalten. Auch der Bereich Advanced Technologies profitiert von Lieferengpässen asiatischer Wettbewerber. Allerdings warnt Evonik, dass sich die Wettbewerbsposition im Laufe des Jahres 2026 verschlechtern könnte, sobald sich die globale Schifffahrt nach der Wiedereröffnung der Straße von Hormus normalisiert.
Beim Cashflow zeichnet sich eine deutliche Erholung ab. Der freie Cashflow im zweiten Quartal 2026 sollte den negativen Wert von –211 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum deutlich übertreffen. Die Cash-Conversion-Rate soll 2026 bei etwa 40 Prozent liegen – ein Anstieg gegenüber 37 Prozent im Jahr 2025. Die endgültigen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 werden am 4. August 2026 veröffentlicht.
Die Anhebung der Jahresprognose begründet Evonik mit besseren als erwarteten Erträgen. Die optimistischere Einschätzung spiegelt die starke Performance der Geschäftsbereiche und günstige Marktentwicklungen wider. Nach einem schwierigen Jahr 2025 festigt das Unternehmen damit seine finanzielle Position.
