FDP fordert Transparenz bei Armutsbekämpfung in Solingen – wo fließen die Millionen?
Nico MeyerFDP fordert Transparenz bei Armutsbekämpfung in Solingen – wo fließen die Millionen?
Die FDP hat eine offizielle Anfrage eingereicht, um die Verteilung der Mittel aus dem „Bündnis gegen Armut“ zu klären. Damit soll geklärt werden, nach welchen Kriterien und wo genau die Gelder in Solingen eingesetzt werden sollen. Angesichts der Tatsache, dass jedes fünfte Kind in der Stadt von Armutsrisiken betroffen ist, kommt der Verwendung der Mittel besondere Dringlichkeit zu.
Die Stadt Solingen ist für die Verteilung der Mittel aus dem Armutspakt zuständig. Verzichtet sie auf ihr Widerspruchsrecht, können die Zahlungen umgehend freigegeben werden. Einige Kommunen haben diesen Schritt bereits vollzogen und erhalten ihre Anteile in den kommenden Wochen.
Mit ihrer Anfrage will die FDP herausfinden, welche Programme und Einrichtungen gezielt der Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut dienen. Zudem soll ermittelt werden, welche Institutionen und Beratungsstellen aufgrund der Inflation in finanzielle Not geraten sind.
Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte das Jugend- und Sozialforum darauf hingewiesen, dass steigende Kosten die kommunalen Zuschüsse für viele Organisationen unzureichend machen. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten einige gezwungen sein, ihr lokales Engagement einzuschränken oder sogar ganz einzustellen.
Die Mittel könnten dringend benötigte Entlastung für soziale Träger und Einrichtungen in Solingen bringen. Eine schnelle Auszahlung würde helfen, ihren Betrieb zu sichern und die Unterstützung für benachteiligte Kinder und Familien aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse der Anfrage werden zeigen, wie die Gelder gezielt denen zugutekommen, die sie am dringendsten benötigen.
