Ferienstart in NRW: Droht erneut Reisechaos an den Flughäfen?
Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen: Sorge vor Reisechaos
Am kommenden Donnerstag starten in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien – und damit wächst die Angst vor Reisebehinderungen. Im vergangenen Jahr hatten lange Schlangen und überfüllte Sicherheitskontrollen an den großen Flughäfen der Region für Frust gesorgt. Diesmal sollen Gegenmaßnahmen Abhilfe schaffen.
Der Flughafen Düsseldorf hat ein Programm gestartet, um den Komfort in den Terminals zu verbessern und die Passagierströme effizienter zu lenken. Ziel ist es, Urlaubern einen reibungsloseren Start in die Ferien zu ermöglichen. Die Bundespolizei hat zudem für die Stoßzeiten zwei zusätzliche Sicherheitsfirmen in Düsseldorf und eine am Flughafen Köln/Bonn hinzugezogen.
Trotz dieser Vorkehrungen könnten sich dennoch Wartezeiten und Gedränge an den Check-in-Schaltern und Sicherheitskontrollen ergeben. Die Bundespolizei rät Reisenden, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen und die Regeln für Handgepäck vorab zu prüfen. Man gehe jedoch davon aus, dass sich Verzögerungen in einem vertretbaren Rahmen halten werden.
Kritisch zeigt sich dagegen die Gewerkschaft Verdi. Sekretär Özay Tarim warnt, dass die Hoffnung auf einen reibungslosen Ablauf die eigentlichen Personalprobleme ignoriert. Die Gewerkschaft verweist auf ungelöste Personalengpässe bei den Sicherheitsfirmen DSW und Securitas. Verdi fordert, dass die Flughafenbetreiber die Personalplanung selbst in die Hand nehmen – statt sie auszulagern.
Zwar dürften die Schlangen an den NRW-Flughäfen dieses Jahr nicht so extrem ausfallen wie 2023. Dennoch könnten unvermeidliche Wartezeiten die Geduld der Reisenden auf die Probe stellen. Während die Urlaubssaison näher rückt, bleibt die Debatte über langfristige Lösungen für die Personalnot ungelöst.
