Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 auf Eis gelegt – trotz großer Nachfrage
Nico MeyerGlasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 auf Eis gelegt – trotz großer Nachfrage
Deutsche Glasfaser stoppt Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027
Der Netzbetreiber Deutsche Glasfaser hat beschlossen, den Ausbau des Glasfasernetzes in Niederkrüchten zumindest bis Ende 2027 auszusetzen. Zwar hatte das Unternehmen Anfang dieses Jahres in Elmpt eine Bedarfsabfrage abgeschlossen, später stellte sich das Projekt jedoch als wirtschaftlich nicht tragfähig heraus. Die Entscheidung fällt trotz großer lokaler Unterstützung für eine bessere Internetinfrastruktur.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser die Interessenbekundung der Kunden in Elmpt abgeschlossen. Dabei hatten sich genug Haushalte registriert, um die erforderliche Mindestquote für eine kommerzielle Erschließung zu erreichen. Geplant war, die Maßnahmen ohne öffentliche Fördermittel oder umfangreiche kommunale Beteiligung zu finanzieren.
Sowohl das Bürgermeisteramt als auch ehrenamtliche Helfer hatten sich für den Ausbau eingesetzt. Eine spätere wirtschaftliche Prüfung förderte jedoch steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei deutschen Netzbetreibern zutage. Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte für die Gemeinde begleitet hatte, nannte diese Faktoren als zentrale Hürden.
Trotz des Rückschlags bleibt die Internetversorgung in Niederkrüchten auf hohem Niveau: Über 96 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen Anschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s, fast alle können mindestens 100 Mbit/s nutzen. Der Rat empfiehlt Bürgern mit Fragen zu bestehenden Verträgen, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden.
Der geplante Glasfaserausbau in Elmpt wird vorerst nicht umgesetzt. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge hat Deutsche Glasfaser das Vorhaben auf nach 2027 verschoben. Betroffene Anwohner werden gebeten, sich für weitere Informationen an das Unternehmen zu wenden.
