18 March 2026, 08:16

Henkel und Dow revolutionieren Schmelzklebstoffe mit 40 Prozent weniger CO₂-Emissionen

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" besagt und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Henkel und Dow revolutionieren Schmelzklebstoffe mit 40 Prozent weniger CO₂-Emissionen

Henkel und Dow haben sich zusammengeschlossen, um die CO₂-Emissionen von Schmelzklebstoffen um bis zu 40 Prozent zu senken. Die Partnerschaft setzt auf biobasierte Rohstoffe und sauberere Produktionsverfahren, um fossile Ausgangsstoffe zu ersetzen. Damit unterstützen beide Unternehmen ihre langfristigen Klimaziele, ohne dabei Kompromisse bei der Produktleistung einzugehen.

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Die Zusammenarbeit markiert die erste Phase eines umfassenderen Plans zur Dekarbonisierung der Klebstoffherstellung. Sie steht zudem im Einklang mit Henkels Ziel, die Scope-3-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent und bis 2045 um 90 Prozent zu reduzieren.

Dow liefert massengebilanzierte biobasierte Polyolefine, darunter die RESINATE™-Materialien, die aus Ethylen auf Biomassebasis hergestellt werden. Diese lassen sich direkt in bestehende Rezepturen integrieren, ohne dass Anpassungen nötig sind – anders als bei einigen Alternativen. An Standorten wie Freeport, Texas, kommt zudem Wasserstoff zum Einsatz, der durch Elektrolyse mit geringem CO₂-Ausstoß erzeugt wird. Durch diese Maßnahmen sinken die Scope-1- und Scope-2-Emissionen für Henkels Klebstoffe um bis zu 70 Prozent.

Zuvor hatte Henkel bereits die CLIMA-Harze von Synthomer eingesetzt, die auf einer Polymerisation mit CO₂-Abscheidung (CCUS) und bioattribuiertem Styrol basieren. Zwar verringern diese Harze den CO₂-Fußabdruck um etwa 50 Prozent, erfordern jedoch Neukonzeptionen und eignen sich eher für haftklebrige als für direkte Schmelzklebstoff-Alternativen.

Über Klebstoffe hinaus hat Dow zudem mit Candiani zusammengearbeitet, um hochwertige Cremegläser aus dem SURLYN PC 2000 REN-Ionomer herzustellen – einem Material, das aus recyceltem Speiseöl gewonnen wird. Diese Initiative unterstreicht Dows umfassende Dekarbonisierungs- und Wachstumsstrategie.

Henkels Engagement wurde bereits gewürdigt: Das Unternehmen ist in der Kategorie "Kommerzialisierter E-Commerce" für die Sustainability Awards nominiert – und zwar für seinen biobasierten Schmelzklebstoff. Beide Unternehmen werden ihre Fortschritte auf der K 2025, einer bedeutenden Branchenveranstaltung, vorstellen.

Die Kooperation zwischen Henkel und Dow reduziert den CO₂-Fußabdruck von Schmelzklebstoffen um 20 bis 40 Prozent. Gleichzeitig treibt sie Dows Nachhaltigkeitsziele voran und unterstützt Henkels Klimaverpflichtungen. Langfristig planen die Unternehmen, diesen Ansatz auf weitere Klebstoffprodukte auszuweiten.

Quelle