Jugendliche verwüsten verlassenes Haus in Rüthen – Polizei nimmt 13-Jährigen fest
Jakob BauerJugendliche verwüsten verlassenes Haus in Rüthen – Polizei nimmt 13-Jährigen fest
Polizei in Rüthen rückt zu verwahrlostem Haus in der Lippstädter Straße aus
Letzten Freitag, kurz vor 15 Uhr, wurde die Polizei in Rüthen zu einem verlassenen Haus in der Lippstädter Straße gerufen. Im Inneren entdeckten die Beamten vier Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren, die sich weigerten, das Gebäude zu verlassen. Die Beamten stellten umfangreiche Schäden fest – darunter eingeworfene Fenster und mit Graffiti übersäte Wände.
Wie sich herausstellte, hatten die Kinder das Haus gemeinsam mit einem 13-jährigen Freund betreten, der eine Luftdruckpistole, Sprühdosen und eine Sturmhaube mitgebracht hatte. Er soll sämtliche Fenster des Gebäudes zerstört und mit der Waffe auf die Fassade geschossen haben. Zudem wurden fremdenfeindliche Parolen an die Wände gesprüht.
Nach einer Befragung vor Ort ließen die Beamten die jüngeren Kinder wieder gehen. Später kehrten diese jedoch zurück und behaupteten, der 13-Jährige habe sie bedroht, weil sie mit der Polizei gesprochen hätten.
Die Ermittler nahmen den Jugendlichen daraufhin in Gewahrsam und vernahmen ihn in Gegenwart seiner Mutter. Eine vollständige Geständnis der Taten blieb er jedoch schuldig. Die eingesetzten Beamten bezeichneten den Vorfall als "erschreckend brutal und respektlos".
Nun prüfen die Ermittler, ob dieselbe Gruppe auch mit einem separaten Einbruch und einer Graffiti-Attacke in Verbindung steht, die sich am 14. März 2025 in einem anderen Haus derselben Straße ereignet hatte.
Gegen den 13-Jährigen wird wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und möglicher hassmotivierter Straftaten ermittelt. Die Polizei sammelt weiterhin Beweise, darunter Zeugenaussagen und forensische Spuren am Tatort. Der Fall wirft Fragen nach der Beteiligung von Jugendlichen an schweren Eigentumsdelikten in der Region auf.






