Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel Lärm alarmieren Anwohner und Polizei
Tim BöhmLuxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel Lärm alarmieren Anwohner und Polizei
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: Anwohner beschweren sich über extreme Lärmbelästigung
In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug sichergestellt, nachdem sich Anwohner über extrem hohe Lärmemissionen beschwert hatten. Das illegal in der Holbeinstraße abgestellte Auto erzeugte Geräusche, die deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Die Behörden haben nun ein Verfahren gegen den Halter wegen des Verdachts auf Manipulation der Motorsteuerungssoftware eingeleitet.
Auslöser des Vorfalls war, dass das Fahrzeug in einer absoluten Halteverbotszone stand und den Verkehr behinderte. Spätere Messungen bestätigten, dass der Motorlärm 109 Dezibel erreichte – weit über der zulässigen Obergrenze von 82 dB. Der Besitzer argumentierte, der laute Auspuff sei lediglich eine Folge des Biturbo-Motors.
Eine anschließende Untersuchung förderte mögliche Veränderungen an der Motorsteuerung zutage, vermutlich durch optimierte Software. Diese Modifikation könnte die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs ungültig gemacht haben. In der Folge wurde der Wagen beschlagnahmt, und dem Halter drohen nun ordnungsrechtliche Konsequenzen.
In den vergangenen fünf Jahren hat Deutschland keine spezifischen Gesetze gegen laute Hochleistungsfahrzeuge eingeführt. Stattdessen lag der Fokus auf der Elektrifizierung und strengeren CO₂-Vorgaben, etwa den EU-Klimazielen für 2035. Zwar wurden die Verkehrsregeln verschärft – darunter strengere TÜV-Prüfungen ab März 2026 –, doch die Lärmbekämpfung bleibt weiterhin den bestehenden Vorschriften überlassen.
Das Auto verbleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen andauern. Dem Besitzer drohen Strafen sowohl wegen der Lärmüberschreitung als auch wegen des Verdachts auf Motormanipulation. Ob weitere rechtliche Schritte folgen, steht noch nicht fest.






