Miltenyi revolutioniert Krebsbehandlung mit neuem Standort für lebende Arzneimittel
Nico MeyerMiltenyi revolutioniert Krebsbehandlung mit neuem Standort für lebende Arzneimittel
Miltenyi baut seine Rolle in der biomedizinischen Innovation aus – mit einem neuen Standort in Köln-Mülheim. Das Unternehmen will die Produktion von „lebenden Arzneimitteln“ hochfahren und fortschrittliche Therapien auf den Markt bringen. Im Fokus stehen dabei Zell- und Gentherapien, die bereits vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Leukämie und Autoimmunerkrankungen gezeigt haben.
Die Miltenyi Group hat sich vom Zulieferer und Forschungspartner zu einem der führenden Akteure im biomedizinischen Bereich entwickelt. Ihre Tochtergesellschaft Miltenyi Biomedicine forscht an Therapien auf Basis von CAR-T-Zellen, die sich bei bestimmten Blut- und Lymphknotenkrebserkrankungen sowie bei komplexen Autoimmunleiden als wirksam erwiesen haben.
Das Unternehmen hat spezielle „Zellfabriken“ aufgebaut und verfeinert, um diese Therapien herzustellen. Sein hauseigen entwickeltes und produziertes Gerät CliniMACS Prodigy gilt als Goldstandard für präzise Zellsortierung und automatisierte Verarbeitung. Diese Technologie ermöglicht die Entwicklung von Behandlungen für alle Krankheiten, die mit Fehlfunktionen des Immunsystems zusammenhängen.
Miltenyi Biomedicine rechnet damit, dass seine CAR-T-Zelltherapie Zamto-cel bis Mitte 2027 in Europa, den USA und Japan die Zulassung erhält. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, errichtet Miltenyi Biotec in Köln-Mülheim eine neue Produktionsstätte, die die klinische Herstellungskapazität um das 20-Fache erhöhen soll. Zudem plant das Unternehmen, kostengünstige lokale Produktionsstandorte in Südostasien und Afrika aufzubauen, um den Zugang zu seinen Therapien zu erweitern.
Die neue Anlage in Köln-Mülheim wird die Produktionskapazitäten deutlich steigern. Die Zulassung von Zamto-cel könnte einen Meilenstein in der globalen Leukämiebehandlung darstellen. Die Expansion in neue Regionen soll dazu beitragen, diese fortschrittlichen Therapien einer breiteren Patientengruppe zugänglich zu machen.






