19 June 2026, 20:13

"Nach dem Krieg: Was bleibt uns?" – Emmendingens bewegende Ausstellung über Vertreibung und Identität

Neue Ausstellung in Emmendingen erzählt Geschichten des Fliegens

"Nach dem Krieg: Was bleibt uns?" – Emmendingens bewegende Ausstellung über Vertreibung und Identität

Neue Ausstellung im Emmendinger Stadtmuseum eröffnet am Sonntag

Am Sonntag öffnet im Emmendinger Stadtmuseum eine neue Ausstellung ihre Türen. Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ beleuchtet sie die Erlebnisse von Frauen, Kindern und Jugendlichen aus deutschsprachigen Minderheiten in Osteuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Schau ist das erste große Projekt unter der neuen Museumsleiterin, Leni Perenčević.

Die Ausstellung ist als grafischer Roman konzipiert und verbindet historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen aus der Nachkriegszeit. Themen wie Vertreibung, Identität, Erinnerung und gesellschaftlicher Zusammenhalt ziehen sich durch die Erzählung.

Ein lokaler Bezug wird durch die Geschichte der Spätaussiedler in Emmendingen hergestellt, wobei eine besonders hervorgehobene Erzählung aus dem Stadtteil Bürkle-Bleiche stammt. Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht.

Die Eröffnung findet am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr statt. Die Ausstellung bleibt bis zum 8. November zu sehen. Besucher können sie mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung besichtigen.

Ziel der Schau ist es, zum Nachdenken und Gespräch über die Grundlagen des Zusammenlebens anzuregen. Über einen Zeitraum von fast fünf Monaten bietet sie den Besuchern die Möglichkeit, sich mit ihren eindringlichen Themen auseinanderzusetzen. Die neue Museumsleitung sieht darin einen wichtigen Schritt, um Geschichte mit der Gemeinschaft zu verknüpfen.

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