10 May 2026, 06:17

Neues Werkzeugset revolutioniert die Erforschung von IRES-Strukturen in der Genregulation

Diagramm, das den Transkriptions- und Translationsprozess in einer Zelle mit einem weißen Hintergrund darstellt.

Neues Werkzeugset revolutioniert die Erforschung von IRES-Strukturen in der Genregulation

Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und der Stanford University haben ein neues Werkzeugset für die Erforschung interner ribosomaler Eintrittsstellen (IRES) entwickelt. Diese Strukturen steuern die Genexpression, indem sie die Translation auch ohne die übliche 5'-Cap-Struktur der mRNA ermöglichen. Mit ihrer Arbeit wollen die Wissenschaftler einen zuverlässigen Standard für die IRES-Forschung schaffen und damit eine lang bestehende Lücke im Fachgebiet schließen.

Die von Professorin Kathrin Leppek geleitete Forschungsgruppe „Immunobiochemie“ untersucht, wie Ribosomen mit mRNA interagieren, um die Proteinproduktion zu regulieren. Das neue Werkzeugset führt Methoden wie zirkuläre RNA-Reporter und die Einzelfärbung von mRNA-Molekülen ein. Diese Techniken ermöglichen präzisere Messungen der IRES-Aktivität.

Bisher fehlte in der Erforschung zellulärer IRES ein einheitlicher Ansatz für eine konsistente Charakterisierung. Das neue Werkzeugset schafft hier Abhilfe, indem es einen Goldstandard für die Identifizierung starker IRES-Elemente bereitstellt. Solche Erkenntnisse könnten die synthetische Biologie voranbringen und die Entwicklung mRNA-basierter Therapien beschleunigen.

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Das Projekt baut auf einem gemeinsamen Patent des UKB, der Universität Bonn und der Stanford University auf. Dieses Patent umfasst nicht-virale IRES-Sequenzen, die speziell dafür entwickelt wurden, die Translation in zirkulären RNAs zu verstärken. Die Finanzierung der Arbeit erfolgte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Universität Bonn.

Das Werkzeugset bietet Forscherinnen und Forschern eine genauere Methode zur Bewertung der IRES-Funktion. Die neuen Verfahren könnten den Fortschritt in der Erforschung der Genregulation und bei therapeutischen Anwendungen beschleunigen. Die Ergebnisse wurden zusammen mit den patentierten Sequenzen veröffentlicht, um sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen.

Quelle