NRW bittet um Fotos von Wolfslosung – Bürger helfen bei der Wolfserfassung
Johanna AlbrechtStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - NRW bittet um Fotos von Wolfslosung – Bürger helfen bei der Wolfserfassung
Nordrhein-Westfalens Naturschutzbehörde bittet Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfserfassung – mit Fotos von Losung
Die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ruft Wanderer, Jäger und Naturliebhaber auf, Fotos von Wolfslosung einzureichen, um die Ausbreitung der Tiere in der Region zu dokumentieren. Anhand der Aufnahmen sollen Rückschlüsse auf die Verbreitung der Wölfe gezogen werden.
Wolfslosung ist an ihrer Größe und ihrem Inhalt erkennbar: Sie ist in der Regel mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit, oft mit sichtbaren Haaren, Knochenresten oder anderen Überbleibseln der Beute. Verdächtige Funde können über das Wolfsportal der LANUV hochgeladen werden, wo Fachleute sie prüfen.
Erfüllen die Fotos die Kriterien, entnimmt ein Mitarbeiter der Behörde eine Probe für eine DNA-Analyse. Die Ergebnisse zeigen, ob die Losung von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Individuum stammt. Zudem hilft die genetische Untersuchung, Wolfsangriffe auf Nutztiere oder Wildtiere nachzuweisen – etwa durch Speichelspuren an Kadavern.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in NRW zwei Wolfsrudel bestätigt: das Rhein-Sieg-Rudel bei Windeck und Much (seit 2021) sowie das Eifel-Rudel bei Hellenthal (seit 2023). Auch in Nachbarregionen wie Niedersachsen und Hessen gab es Sichtungen von Einzelgängern oder kleinen Gruppen, doch haben sich dort noch keine dauerhaften Rudel gebildet.
Ziel der Aktion ist es, mehr Daten über die Wanderbewegungen der Wölfe zu sammeln. Bestätigte Sichtungen und DNA-Proben helfen den Behörden, das Populationswachstum und die Verbreitung zu überwachen. Die Beteiligung der Bevölkerung könnte wertvolle Erkenntnisse für das Wildtiermanagement liefern.






