NRW investiert 150 Millionen Euro im Kampf gegen Armut in 427 Kommunen
Jakob BauerNRW investiert 150 Millionen Euro im Kampf gegen Armut in 427 Kommunen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen startete im Dezember 2022 den „Stärkungspakt NRW – Gemeinsam gegen Armut“. Mit der Initiative sollen Kommunen, die mit sozialer Not zu kämpfen haben, finanziell unterstützt werden. Insgesamt wurden 150 Millionen Euro bereitgestellt, um Städte, Gemeinden und ihre soziale Infrastruktur zu entlasten.
Auf der Armutskonferenz stellten Verantwortliche das Programm vor, das die Armut in der gesamten Region bekämpfen soll. Knapp einen Monat später gingen die Bewilligungsschreiben an 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise.
Die Höhe der Zuwendungen richtet sich nach der Zahl der Menschen, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Kreisfreie Städte erhalten 79 Euro pro Berechtigtem, kreisangehörige Städte und Gemeinden 63 Euro. Die Kreise bekommen 16 Euro pro bedürftiger Person.
Solingen mit seinen 158.957 Einwohnern und einer Mindestsicherungsquote von 11,3 % erhält im Rahmen des Programms 1.419.009,14 Euro. Die Kommunen können die Mittel flexibel für förderfähige Ausgaben einsetzen – etwa für Betriebskosten, Notfallfonds, Fachkräftehonorare, die Unterstützung von Ehrenamtlichen oder Informationsmaterialien.
Die Förderung ermöglicht es den lokalen Behörden, dringende soziale Bedarfe zu decken. Jede Kommune kann das Geld gezielt für die Aufrechterhaltung oder Verbesserung von Angeboten für Menschen in Notlagen verwenden. Das Programm ist darauf ausgelegt, dort direkte und praktische Hilfe zu leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird.
