NRW-Kitas kämpfen um Überleben: Personalmangel und Finanzloch drohen Kollaps
Johanna AlbrechtNRW-Kitas kämpfen um Überleben: Personalmangel und Finanzloch drohen Kollaps
Nordrhein-Westfalens Kita-Sektor steht vor dem Kollaps Die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen ächzt unter massivem Druck. Personalmangel und steigende Kosten treiben viele Einrichtungen an den Rand der finanziellen Pleite. Die Gewerkschaft ver.di fordert nun dringend Maßnahmen, um die Finanzierung zu sichern und das System zu stabilisieren.
Die Landesregierung hat es versäumt, die Kita-Finanzierung an die Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst anzupassen. Dadurch klafft eine immer größere Lücke zwischen den tatsächlichen Kosten und den verfügbaren Mitteln. Die Inflation hat die Krise weiter verschärft und die finanzielle Schieflage des Sektors vertieft.
Das befristete Programm „Alltagshelfer:innen“, das Kitas und Offene Ganztagsschulen unterstützt, steht ab August 2023 vor ungewisser Zukunft. Ohne klare Förderkriterien mussten viele dieser Kräfte sich beim Arbeitsamt als arbeitsuchend melden. Gabriele Schmidt, ver.di-Landeschefin in NRW, warnt, dass nur ein sofortiges Eingreifen des Landes eine Finanznot abwenden kann.
Als Lösung pocht ver.di darauf, das Programm dauerhaft im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) zu verankern und vollumfänglich zu finanzieren. Die Gewerkschaft argumentiert, dass dies sowohl den Einrichtungen als auch dem Personal Planungssicherheit geben würde.
Die ausbleibende Anpassung der Mittel hat bereits dazu geführt, dass zeitlich beschäftigte Kräfte arbeitslos wurden. Eine feste Verankerung des Programms im KiBiz könnte weitere Brüche verhindern. Ohne diese Maßnahme droht dem Kita-Sektor in Nordrhein-Westfalen noch größere Instabilität.
