Landtag: Nirgendwo weniger Hausärzte als in Westfalen-Lippe - NRW-Landtag debattiert akuten Hausärztemangel in Westfalen-Lippe
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen wird eine Dringlichkeitssitzung zur akuten Knappheit an Hausärzten in Westfalen-Lippe abhalten. Die Region verzeichnet bundesweit die geringste Dichte an Allgemeinmedizinern – nur noch 61 pro 100.000 Einwohner. Die SPD fordert nun rasches Handeln und einen klaren Plan zur Bewältigung der Krise.
Die Zahl der Hausärzte in Westfalen-Lippe sinkt seit Jahren kontinuierlich. Zwischen 2021 und 2025 ging die Zahl von etwa 92 auf 88 pro 100.000 Menschen zurück – ein Rückgang um rund 4 Prozent. Währenddessen blieb der Bundesdurchschnitt stabil bei 90 bis 91, und Regionen wie Bayern (Anstieg auf 95) oder Baden-Württemberg (konstant bei 93) verzeichneten leichte Zuwächse.
Die Lage verschärft sich durch die überdurchschnittlich alternde Bevölkerung in der Region. Westfalen-Lippe hat einen besonders hohen Anteil an über 65-Jährigen, was das ohnehin belastete System der Grundversorgung zusätzlich unter Druck setzt. Die SPD betont, dass eine starke hausärztliche Versorgung das Fundament eines funktionierenden Gesundheitssystems sei.
Als Reaktion fordert die Partei einen verbindlichen Zeitplan für konkrete Verbesserungen. Die Landesregierung soll gezielte Maßnahmen vorlegen, um die Zahl der Hausärzte zu erhöhen und die Patientenversorgung zu sichern.
Die Dringlichkeitssitzung unterstreicht die wachsende Belastung des Gesundheitswesens in Westfalen-Lippe. Mit der niedrigsten Hausarztquote aller deutschen Regionen steht die Region vor immer größeren Herausforderungen, um den Bedarf der Patientinnen und Patienten zu decken. Das Ergebnis der Debatte könnte entscheiden, wie schnell entlastende Maßnahmen bei überlasteten Praxen ankommen.






