NRW-Polizei stellt komplett auf digitale Akten um – was sich jetzt ändert
Jakob BauerNRW-Polizei stellt komplett auf digitale Akten um – was sich jetzt ändert
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat offiziell auf digitale Akten umgestellt und damit die Nutzung von Papierakten beendet. Die Umstellung trat am 24. März in Kraft und ist Teil einer umfassenden Modernisierung der polizeilichen Abläufe. Während Notfälle weiterhin über die Rufnummer 110 gemeldet werden müssen, erfolgen Routineanzeigen und der Dokumentenaustausch nun online.
Die Einführung digitaler Akten folgt den gesetzlichen Vorgaben der Paragrafen 32 bis 32f der Strafprozessordnung (StPO). Die Behörden sind verpflichtet, die Umstellung bis zum 1. Januar 2026 abzuschließen. Durch den Verzicht auf physische Aktenübermittlungen an die Staatsanwaltschaft sollen Kosten gespart und Prozesse effizienter gestaltet werden.
Die Öffentlichkeit kann bereits seit 2022 Anzeigen online erstatten, als die NRW-Polizei die Plattform Internetwache einführte. Nun erhalten Bürger wichtige Dokumente auch digital und können erforderliche Unterlagen elektronisch einreichen. Diese Neuerung gilt für nicht dringende Angelegenheiten, während die Notrufnummer 110 weiterhin erste Anlaufstelle für akute Hilfe bleibt.
Das digitale System verringert den Papierkram und beschleunigt Verwaltungsvorgänge für Polizei und Bürger gleichermaßen. Sämtliche Routineabläufe – von der Anzeigenerstattung bis zur Beweismittelübermittlung – lassen sich nun online erledigen. Die vollständige Umstellung muss wie gesetzlich vorgeschrieben innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen werden.






