Obdachlosigkeit in Ohligs spaltet Politik vor entscheidender Februar-Sitzung
Johanna AlbrechtObdachlosigkeit in Ohligs spaltet Politik vor entscheidender Februar-Sitzung
Die Obdachlosigkeit in Ohligs hat vor einer entscheidenden Bezirksratssitzung eine politische Debatte ausgelöst. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper wies Vorwürfe zurück, sein Rückhalt für einen CDU-Antrag beruhe auf Unterstützung der AfD. Stattdessen setzt er sich für einen gemeinsamen Ansatz ein, der sowohl humanitäre Bedürfnisse als auch die Sorgen der Anwohner berücksichtigt.
Westkämper betonte, der Schutz obdachloser Menschen bei eisigen Temperaturen müsse absolute Priorität haben. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Politik untätig bleibe, wenn bei Minusgraden Leben in Gefahr seien, argumentierte er. Gleichzeitig räumte er ein, dass Hilfsmaßnahmen für Obdachlose mit den Bedenken der Nachbarn in Einklang gebracht werden müssten.
Die CDU hat für den 19. Februar einen Runden Tisch vorgeschlagen, um Lösungsansätze zu erörtern. Westkämper begrüßte diesen Vorschlag und rief zu einem offenen Dialog mit allen Fraktionen im Bezirksrat auf. Kooperation statt Spaltung sei entscheidend, um Fortschritte zu erzielen, so der Bezirksbürgermeister.
Die offizielle Abstimmung über das Thema findet am 23. Februar in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid statt. Westkämper konzentriert sich weiterhin auf praktische Maßnahmen, die sowohl akute Notlagen als auch langfristige Herausforderungen angehen. Er besteht darauf, dass humanitäre Hilfe und die Belange der Gemeinschaft Hand in Hand gehen müssen.
Obwohl keine genauen Zahlen zur Obdachlosigkeit unter der Ohligser Unterführung im vergangenen Jahr vorliegen, hat die Debatte die Dringlichkeit der Situation deutlich gemacht. Westkämpers Appell an eine geteilte Verantwortung spiegelt die Komplexität des Problems wider, vor dem die lokalen Behörden stehen.
Die anstehende Sitzung des Bezirksrats am 23. Februar wird die nächsten Schritte im Kampf gegen Obdachlosigkeit in Ohligs bestimmen. Westkämpers Einsatz für Einheit deutet darauf hin, dass er parteiübergreifende Lösungen politischen Grabenkämpfen vorzieht. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie der Bezirk in den kommenden Monaten auf die Bedürfnisse Obdachloser und die Anliegen der Anwohner reagiert.
Neue Spannungen im Obdachlosendiskurs: CDU-SG Zukunft-Motion stößt bei den Grünen auf Widerstand
Die politische Debatte um Obdachlosigkeit in Ohligs hat sich verschärft. Mit neuen Vorwürfen. Ein gemeinsamer Antrag von CDU und SG Zukunft, die Straßenregelungen unter dem Hauptbahnhof zu überarbeiten, hat für Kontroversen gesorgt. Die Grünen kritisierten den Vorschlag scharf und warfen ihm vor, ein verdeckter Versuch zu sein, den Aufenthalt von Obdachlosen einzuschränken. Sie beschuldigten Bürgermeister Marc Westkämper, sich mit AfD-ähnlichen Kräften zu solidarisieren. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf die anstehende Ratssitzung am 23. Februar zu diesem Thema.






