Reizgas-Raub in Meerbusch: Handy-Deal endet in brutaler Attacke und Racheakt
Nico MeyerReizgas-Raub in Meerbusch: Handy-Deal endet in brutaler Attacke und Racheakt
Raubüberfall mit Reizgas in Meerbusch am Montagabend
Am Montagabend kam es in Meerbusch zu einem Raubüberfall unter Einsatz von Reizgas. Ein 20-jähriger Ortsansässiger wurde nach einer online vereinbarten Verkaufsabsprache für sein Handy Opfer eines Angriffs. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:20 Uhr in der Straße Im Schieb im Stadtteil Lank-Latum.
Das Opfer hatte sich mit einem vermeintlichen Käufer über eine Online-Handelsplattform verständigt. Stattdessen näherten sich ihm zwei Personen, setzten Reizspray ein und stahlen sein Handy. Die Täter flüchteten, doch der Geschädigte konnte später einen von ihnen ausfindig machen.
Gegen 23:30 Uhr stellte der 20-Jährige gemeinsam mit fünf Bekannten einen der mutmaßlichen Räuber an der Bushaltestelle Haus Meer in Büderich. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Verdächtige geschlagen, getreten und möglicherweise mit einem Besenstiel attackiert wurde. Erneut kam Reizgas zum Einsatz, das auch die Mutter und die Schwester des Opfers traf, als diese am Tatort eintrafen.
Der Beschuldigte wurde zur Entnahme einer Blutprobe auf eine Polizeidienststelle gebracht und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Beide Seiten haben inzwischen wechselseitig Anzeige erstattet – einmal wegen schweren Raubes, einmal wegen schwerer Körperverletzung. Die Ermittler suchen weiterhin nach dem zweiten Tatverdächtigen, der als 17-jähriger Jugendlicher arabischen Erscheinungsbildes beschrieben wird. Er trug hellblaue Jeans, eine schwarze Parajumpers-Jacke und einen Ziegenbart.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 02131 3000 zu melden. Medienanfragen richten sich bitte an die Pressestelle der Kreispolizeibehörde beim Rhein-Kreis Neuss.






