Reul kritisiert mangelnde Fortschritte bei der Bekämpfung von Fußballgewalt in NRW
Tim BöhmReul kritisiert mangelnde Fortschritte bei der Bekämpfung von Fußballgewalt in NRW
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Umgang mit Fußballgewalt
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die bisherigen Maßnahmen gegen Gewalt im Fußball scharf kritisiert. Er zeigte sich unzufrieden mit den Fortschritten bei der Bekämpfung des Problems – insbesondere nach den Vorfällen beim DFB-Pokalfinale im Mai. Die Innenministerkonferenz (IMK) beschloss jedoch vorerst auf neue Schritte zu verzichten.
Die Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ der IMK beriet über die anhaltenden Herausforderungen. Dabei wurde eingeräumt, dass Pyrotechnik nach wie vor ein zentrales Sicherheitsrisiko in den Stadien darstellt. Die bisherigen Bußgelder hätten kaum abschreckende Wirkung gezeigt.
Reul forderte die Vereine auf, strengere Kontrollen durchzusetzen. Er plädierte für Durchsuchungen in den Ultra-Blöcken, bei Fahrzeugen sowie für einen Ausbau der Videoüberwachung. Die Clubs halten solche umfassenden Maßnahmen jedoch für kaum umsetzbar.
Die Arbeitsgruppe wird auf dieser Konferenz keinen neuen Durchsetzungsplan für das Pyrotechnik-Verbot vorlegen. Stattdessen wurde das Thema auf die Herbstsitzung vertagt – trotz der jüngsten Zwischenspiele mit Bengalos beim DFB-Pokalfinale, die Reul als abbruchreif bewertet hatte.
Die IMK wird vorerst weder bei Fußballgewalt noch bei Pyrotechnik aktiv. Die Debatte soll erst später in diesem Jahr fortgesetzt werden. Bis dahin gelten die bestehenden Regelungen – zusätzliche Verschärfungen sind nicht geplant.






