Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert NRW-Medienmarkt
Nico MeyerRheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert NRW-Medienmarkt
Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen durch eine große Übernahme deutlich ausbauen. Anfang März kündigte der Verlag an, mehrere westfälische Zeitungen inklusive ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Der Schritt folgt einem wachsenden Trend der Medienkonzentration in Deutschland.
Durch die Transaktion wird die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen. Die Übernahme umfasst mehrere Titel sowie deren Online-Aktivitäten und festigt damit ihre Marktposition weiter.
Die Wettbewerbshüter des Bundeskartellamts werden den Zusammenschluss prüfen – allerdings mit begrenztem Spielraum. Ihre Bewertung konzentriert sich ausschließlich auf den Wettbewerb in den Leser- und Werbemärkten. Rechtlich dürfen sie nicht untersuchen, wie sich der Deal auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken könnte.
Sobald die Übernahme abgeschlossen ist, wird sie die Vorherrschaft der Rheinischen Post in der nordrhein-westfälischen Medienlandschaft zementieren. Die Entscheidung basiert allein auf wirtschaftlichen Kriterien, während weitergehende Fragen zur redaktionellen Bandbreite außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Behörde bleiben.






