Rindfleischpreise stürzen erneut ab – Landwirte unter Druck
Rindfleischpreise fallen zum zweiten Mal in Folge
Laut dem aktuellen Marktbericht sind die Rindfleischpreise nun bereits die zweite Woche in Folge gesunken. Der Richtpreis für alle Kategorien lag am Montag, dem 4. August, um 10 Cent pro Kilogramm niedriger. Schlachthöfe drängen auf weitere Preissenkungen und begründen dies mit schwacher Nachfrage und hohen Verbraucherkosten.
Von dem Rückgang sind alle wichtigen Rindergruppen betroffen. Junge Bullen der Klasse R3 erzielen derzeit 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht (LG), während O3-Bullen bei 6,62 Euro/kg LG notieren. U3-Bullen liegen mit 6,85 Euro/kg LG leicht darüber.
Auch bei Schlachtrindern gab es Preisrückgänge: R3-Tiere werden mit 6,50 Euro/kg LG gehandelt, O3-Färsen bei 6,20 Euro/kg LG. Kühe der Klasse O3 bringen es auf 6,15 Euro/kg LG, während R3-Kühe bei 6,20 Euro/kg LG liegen.
Trotz der sinkenden Preise bleibt das Angebot in einigen Kategorien knapp. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berichtet, dass die Nachfrage der Schlachthöfe zwar verhalten ist, bestimmte Rindertypen aber weiterhin Mangelware sind. Gleichzeitig zahlen Verbraucher deutlich mehr für Rindfleisch – im frühen Juli lagen die Preise um 20,8 % höher als im Vorjahreszeitraum. Der Fleischabsatz bleibt jedoch schwach.
Die Schlachthöfe fordern von den Landwirten eine zusätzliche Kürzung um 20 Cent/kg LG. Der Markt steht weiter unter Druck, da hohe Verbraucherpreise und schwache Verkäufe die Nachfrage belasten. Da das Angebot regional weiterhin begrenzt ist, könnte sich die Situation in den kommenden Wochen auf die Rinderproduzenten auswirken.






