06 May 2026, 04:01

Skurrile Doppelfußgängerampel in Rheda-Wiedenbrück entfacht Steuergeld-Debatte

Vielbefahrene Autobahn mit hohen Gebäuden, Straßeninfrastruktur, Bäumen und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Skurrile Doppelfußgängerampel in Rheda-Wiedenbrück entfacht Steuergeld-Debatte

Eine ungewöhnliche Doppelfußgängerampel in Rheda-Wiedenbrück sorgt für Kritik an der Verschwendung öffentlicher Gelder. Der Bund der Steuerzahler führte die Anlage in seinem jüngsten „Schwarzbuch“ als Beispiel für unnötige Ausgaben an. Selbst Komiker Mario Barth nahm sich des skurrilen Bauwerks kürzlich in seiner RTL-Sendung „Mario Barth deckt auf“ humorvoll an.

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Die Ampeln an der Pixeler Straße sollten Radfahrern einen sicheren Übergang ermöglichen, während parallel ein neuer Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse entsteht. Die Stadt behauptet, die Bezirksregierung habe diese spezielle Lösung zur Bedingung für die Förderung des Projekts gemacht. Der Bund der Steuerzahler widerspricht jedoch: Es habe keine derart strenge Vorgabe gegeben, und es hätten günstigere Alternativen bestanden.

Die Anlage besteht aus vier über 20 Meter gespannten Masten – deutlich länger als üblich – und verwirrt seitdem Autofahrer wie Radfahrer gleichermaßen. Selbst die Stadt räumte gegenüber dem Bund der Steuerzahler ein, dass die Gestaltung missverständlich sei. Sieben verschiedene Behörden waren in die Planung der Querung eingebunden, was zu widersprüchlichen Risikobewertungen und Verzögerungen bei den Entscheidungen führte.

Die Kosten für die Ampeln belaufen sich auf 47.000 bis 51.000 Euro, hinzu kommen jährliche Wartungskosten von 1.000 bis 1.500 Euro. Kritiker, darunter der Bund der Steuerzahler, fragen sich, warum Radfahrer nicht einfach einen 40 Meter langen Umweg in Kauf nehmen könnten, statt eine derart teure Konstruktion zu bauen.

Trotz anhaltender Kritik an den Kosten und der Gestaltung bleiben die Doppelsignalanlagen bestehen. Die Behauptung der Stadt, die Bezirksregierung habe die Lösung erzwungen, wird angezweifelt – unklar bleibt, ob nicht eine einfachere und günstigere Variante möglich gewesen wäre. Die jährlichen Unterhaltskosten werden die langfristige finanzielle Belastung weiter erhöhen.

Quelle