Solingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder können nicht sicher schwimmen
Tim BöhmSolingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder können nicht sicher schwimmen
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Begrenzte Hallenbad-Kapazitäten, Personalmangel und die Folgen der Pandemie haben das Problem verschärft. Nun suchen lokale Verantwortliche nach Lösungen, um sicherzustellen, dass jedes Kind diese lebenswichtige Fähigkeit erlernt, bevor es die Schule verlässt.
Die Frage der Schwimmsicherheit ist in Solingen dringender denn je. Jedes Jahr kommt es zu Ertrinkungsunfällen – oft bei Menschen, die nie richtig schwimmen gelernt haben. Frühzeitiger und regelmäßiger Unterricht vermittelt Kindern nicht nur die Fähigkeit, sich im Wasser sicher zu bewegen, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen und fördert eine lebenslange Freude an Bewegung.
Ein Vorschlag sieht vor, Schwimmhelfer einzustellen, die Lehrkräfte im Wasser unterstützen. Diese könnten den Kindern individuelle Betreuung bieten und so den Lernfortschritt beschleunigen. Die CDU-Fraktion im Stadtrat befürwortet die Idee und bezeichnet sie als wichtigen Schritt hin zu einer besseren Schwimmausbildung.
Die Finanzierung könnte jedoch zur nächsten Hürde werden. Der Solinger Sportbund schätzt, dass jährlich rund 75.000 Euro benötigt würden, um Schwimmhelfer an allen Schulformen einzusetzen. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit solchen Helfern auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Mittel bereitstellen.
Die Aufgabe ist klar: Solingen muss einen verlässlichen Weg finden, um jedem Kind das Schwimmen beizubringen. Mit Schwimmhelfern, ausreichender Finanzierung und gezielten Programmen ließe sich das Ertrinkungsrisiko verringern – und den Kindern eine Fähigkeit fürs Leben mitgeben. Die nächsten Schritte hängen von der Bewertung der Verwaltung und der Bereitstellung der notwendigen Ressourcen ab.






