Solingen streitet über fehlende Kita-Plätze und abgelehnten Investorenplan
Tim BöhmSolingen streitet über fehlende Kita-Plätze und abgelehnten Investorenplan
In Solingen fehlen über 1.000 Kita-Plätze. Der Ausbau neuer Einrichtungen kommt nur langsam voran – zuletzt gab es Streit um ein geplantes Grundstück an der Ritaweg. Die Art und Weise, wie die Stadt mit dem Problem umgeht, stößt nun bei lokalen Politikern auf Kritik.
Ein privater Investor hatte vorgeschlagen, an der Ritaweg eine Kita zu errichten, doch die Stadt lehnte den Antrag ab. Jürgen Albermann, Vorsitzender der FDP-Fraktion, übt öffentlich scharfe Kritik an dieser Entscheidung. Er argumentiert, die Stadt solle stattdessen mit Investoren zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen zu finden, anstatt sie zu blockieren.
Die FDP-Fraktion hat zudem eine offizielle Anfrage an den Jugendhilfeausschuss gerichtet. Darin fordert sie Klarheit über Baurechte, die Erschließung von Grundstücken und die Anforderungen an Kita-Neubauten in der Region. Albermann betonte, die Verwaltung solle als Ermöglicher und nicht als Hindernis bei der Bewältigung des Platzmangels agieren.
Die Ablehnung des Investorenplans unterstreicht die Schwierigkeiten beim Ausbau der Betreuungsplätze. Da noch immer über 1.000 Plätze fehlen, gerät die Stadt zunehmend unter Druck, schneller Lösungen zu finden. Mit ihrer Anfrage will die FDP nun klarere Vorgaben und zügigere Fortschritte erzwingen.
