29 June 2026, 20:26

Solingen: Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage durch steigende Lebenshaltungskosten

Zunehmende Armut - Bedarf an Lebensmittelhilfe-Tüten in Solingen hat deutlich zugenommen

Solingen: Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage durch steigende Lebenshaltungskosten

Tafeln in Solingen verzeichnen starken Anstieg der Nachfrage

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In Solingen steigt die Nachfrage nach Lebensmittelhilfe deutlich an. Zwei örtliche Kirchengemeinden, die Lutherkirche und die Gemeinde Dorp, geben mittlerweile jeden Monat mehr Essenspakete aus – eine direkte Folge der gestiegenen Lebenshaltungskosten. Beide Einrichtungen verlassen sich auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die wöchentlich die Lebensmittel zusammenstellen und verteilen.

Die Tafeln der Lutherkirche und des Stadtteils Dorp arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Freiwillige besorgen Grundnahrungsmittel wie Linsen, Erbsen, Marmelade und Honig, um die Pakete einmal pro Woche zu packen. Anwohner mit einem Solingen-Pass, die im Gemeindegebiet leben, können monatlich ein Paket abholen.

Im Januar 2022 packte die Tafel in Dorp 49 Pakete für Paare, 25 für alleinstehende Erwachsene und 65 für Kinder. Ein Jahr später, im Januar 2023, waren es bereits 65 Pakete für Paare, 48 für Alleinstehende und 87 für Kinder. Die Lutherkirche unterstützt mittlerweile 220 Haushalte pro Monat.

Die Inflation und die Energiekrise haben auch die Kosten für die Tafeln in die Höhe getrieben. In Dorp stiegen die jährlichen Ausgaben für die Essenspakete von 7.000 auf 11.330 Euro. Zu Weihnachten 2022 erhielt jeder unterstützte Haushalt von der Lutherkirche zusätzlich eine Wärmflasche sowie Brühe und Tee.

Die Ehrenamtlichen beobachten eine Veränderung bei den Menschen, die die Pakete abholen: Immer mehr fragen neben der Lebensmittelhilfe auch nach Beratung und Unterstützung. Die Nachfrage nach Lebensmittelpaketen in Solingen wächst weiter. Steigende Preise und finanzielle Belastungen zwingen immer mehr Haushalte, auf diese Angebote zurückzugreifen. Die Freiwilligen beider Gemeinden passen sich den wachsenden Bedürfnissen an und bieten zunehmend auch weitere Hilfen an.

Quelle