Solinger Schulen kämpfen mit Personalnot und veralteten Finanzmodellen
Johanna AlbrechtSolinger Schulen kämpfen mit Personalnot und veralteten Finanzmodellen
Schulen in Solingen stehen vor schweren Personal- und Verwaltungsproblemen. Die CDU hat diese Missstände nach dem jüngsten Rücktritt einer weiteren Schulleiterin thematisiert und auf schlechte Arbeitsbedingungen sowie veraltete Finanzierungsmodelle hingewiesen.
Die Berechnungsgrundlage für die Personalstunden in Schulsekretariaten wurde seit 2012 nicht mehr angepasst. Seither ist der Arbeitsaufwand deutlich gestiegen, sodass viele Schulen unterbesetzt sind. Während der Pandemie mussten Schulleitungen die Büros oft im Alleingang führen – obwohl längst klar war, dass zusätzliche Unterstützung nötig gewesen wäre.
Der CDU-Politiker Küster kritisiert, dass die Personalprobleme in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt wurden. Jede Minute, die Lehrkräfte mit Verwaltungsaufgaben verbringen, fehle den Schülerinnen und Schülern – ein Problem, das durch den aktuellen Lehrkräftemangel noch verschärft werde. Die Partei fordert nun dringend Reformen, um die Schulverwaltungen für ihre wachsenden Aufgaben zu wappnen.
Küster appellierte zudem an Bürgermeister Tim Kurzbach, sich mit den täglichen Herausforderungen der Schulen auseinanderzusetzen. Ziel müsse es sein, die bestmögliche Personalausstattung zu gewährleisten – und nicht nur ein Minimalbetrieb. Der aktuelle Haushalt decke den Verwaltungsbedarf der Schulleitungen bei Weitem nicht ab, und die Finanzierung bleibe eine kommunale Aufgabe.
Der Reformaufruf der CDU kommt zu einer Zeit, in der Schulen weiterhin am Limit arbeiten. Veraltete Personalformeln und unzureichende Mittel lassen die Verwaltungen mit ihrer Arbeitslast kaum noch Schritt halten. Ohne Kurskorrektur droht sich die ohnehin angespannte Situation für Lehrkräfte und Schüler weiter zu verschlechtern.
