Solinger Stadtratsfraktion wirft Theaterstudie Voreingenommenheit und Lücken vor
Tim BöhmSolinger Stadtratsfraktion wirft Theaterstudie Voreingenommenheit und Lücken vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer Szenariostudie zum Solinger Theater- und Konzerthaus geübt. Die Gruppe wirft der Untersuchung Voringenommenheit vor und bemängelt, dass zentrale Aspekte außer Acht gelassen wurden. Eine öffentliche Vorstellung der Ergebnisse ist für Montag geplant, gefolgt von einer Debatte im Stadtrat über das weitere Vorgehen.
Laut SG_zukunft sei die Studie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden. Zudem warnt die Fraktion davor, den kulturellen Wert des Hauses allein an wirtschaftlichen Kriterien zu messen. Besonders moniert wird das Fehlen ökologischer Gesichtspunkte – etwa des grauen CO₂-Ausstoßes oder eines unter dem Gebäude liegenden Bunkers.
Zudem stellt die Gruppe die Zuverlässigkeit der Kostenkalkulationen für einen Neubau infrage. Als Beispiel führt sie die Feuerwehrwache in Ohligs an, deren Baukosten um über 20 Millionen Euro explodiert seien. Auch vor möglichen Verkehrsproblemen wird gewarnt, falls anstelle des Kulturstandorts eine neue Feuerwehrwache entstehe.
SG_zukunft lehnt einen Abriss des Theater- und Konzerthauses zugunsten einer Feuerwehr- und Rettungswache kategorisch ab. In den kommenden Tagen stehen politische Beratungen über die Zukunft des Standorts an – die Fraktion erwartet eine zunehmend hitzige Debatte.
Die Studienergebnisse werden am Montag der Öffentlichkeit präsentiert. Im Anschluss berät der Stadtrat über mögliche Maßnahmen. Die Kritik von SG_zukunft deutet darauf hin, dass das Thema in der Kommunalpolitik weiter umstritten bleiben wird.
