SPD-Politiker fordert: Feuerwehr-Rente mit 60 bleibt – trotz Plänen der NRW-Landesregierung
Nico MeyerSPD-Politiker fordert: Feuerwehr-Rente mit 60 bleibt – trotz Plänen der NRW-Landesregierung
SPD-Abgeordneter Ingo Schäfer hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in einem Schreiben auf die Arbeitsbedingungen von Feuerwehrleuten aufmerksam gemacht. Der Brief, der am Donnerstag verschickt wurde, richtet sich an Ministerpräsident Hendrik Wüst, stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Schäfer plädiert dafür, das aktuelle Renteneintrittsalter für Feuerwehrkräfte bei 60 Jahren beizubehalten.
In seinem Schreiben betonte Schäfer die hohe Arbeitsbelastung der Feuerwehrleute in Städten wie Remscheid, Solingen und Wuppertal. Er lud die Landesregierung ein, sich vor Ort ein Bild von den Anforderungen zu machen. Der Abgeordnete verwies zudem darauf, dass die meisten Feuerwehrkräfte bereits mehr als 35 Dienstjahre absolviert haben, wenn sie das 60. Lebensjahr erreichen.
Zum Vergleich zog Schäfer andere Bundesländer heran: Baden-Württemberg hatte kürzlich eine Entscheidung revidiert und das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute wieder auf 60 Jahre gesenkt. Rheinland-Pfalz sieht für nicht operative Kräfte und Disponenten ein Alter von 63 Jahren vor. Er forderte die Landesregierung auf, vor möglichen Änderungen die Überstundenstatistiken und unbesetzten Stellen zu prüfen.
Die Landesregierung plant, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute auf 61 Jahre anzuheben – ein Vorhaben, das Schäfer entschieden ablehnt. Zudem erinnerte er die Verantwortlichen daran, dass Feuerwehrkräfte in NRW bereits regelmäßig im Rettungsdienst eingesetzt werden, was ihre Arbeitsbelastung zusätzlich erhöht.
Schäfers Brief appelliert an die Beibehaltung der Altersgrenze von 60 Jahren. Er verlangt eine umfassende Bewertung der aktuellen Personalausstattung und Arbeitsbelastung, bevor es zu politischen Änderungen kommt. Der Vorschlag, das Renteneintrittsalter auf 61 Jahre zu erhöhen, bleibt weiterhin Gegenstand der Diskussion.






