Tarifstreit an Schulen: VBE Solingen fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt für Lehrkräfte
Jakob BauerTarifstreit an Schulen: VBE Solingen fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt für Lehrkräfte
Daniel Weber, stellvertretender Vorsitzender des VBE Solingen, hat zu dringenden Tarifverhandlungen aufgerufen, um die schwerste Personalnot an Schulen zu bewältigen. Sein Argument: Höhere Grundgehälter und strukturelle Verbesserungen der Entgeltordnung seien nötig, um Lehrkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
Weber betonte die Dringlichkeit und erklärte, dass jetzt jeder Tag zähle. Er forderte ein Ende von taktischem Geplänkel und veralteten Ritualen in den Verhandlungen. Als positive Beispiele nannte er die erfolgreichen Tarifrunden im öffentlichen Dienst nach TVöD sowie Initiativen wie den DigitalPakt Schule, bei denen Engagement zu konkreten Lösungen geführt habe.
Jens Merten, Vorsitzender des VBE-Stadtverbandes Solingen, unterstützt eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent für Lehrkräfte. Angesichts der anhaltenden Inflation sei diese Forderung gerechtfertigt, so Merten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass bessere Bezahlung allein die Personalmisere nicht löse – sie wäre aber ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen.
Merten räumte ein, dass die Schulen in den vergangenen Jahren vor enormen Herausforderungen standen. Er rief alle Beteiligten auf, Verzögerungen und Streiks zu vermeiden und zügig eine entlastende Einigung zu finden. Eine Gehaltserhöhung, so sein Argument, würde ein klares Signal der Anerkennung an die Lehrkräfte senden.
Ziel der Vorschläge ist es, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Leistungen der Lehrkräfte anzuerkennen. Höhere Löhne und strukturelle Anpassungen der Entgeltordnung könnten helfen, den akuten Personalmangel zu lindern. Sowohl Weber als auch Merten sind sich einig: Jetzt braucht es entschlossenes Handeln, um die Lehrkräfte zu unterstützen.
