10 May 2026, 04:16

Thyssenkrupp Steel setzt auf Wasserstoff für klimaneutrale Stahlproduktion in Duisburg

Schwarzes und weißes Zeichnung eines geschäftigen Stahlwerkes aus den 1910er Jahren mit Arbeitern, Pfählen und Maschinen.

Thyssenkrupp Steel setzt auf Wasserstoff für klimaneutrale Stahlproduktion in Duisburg

Thyssenkrupp Steel startet Großprojekt für grüne Stahlproduktion in Duisburg

Thyssenkrupp Steel hat ein ambitioniertes Vorhaben gestartet, um sein Werk in Duisburg auf die Herstellung von grünem Stahl umzustellen. Unter dem Namen tkH2Steel soll das Projekt die CO₂-Emissionen senken, indem Kohle in der Stahlproduktion durch Wasserstoff ersetzt wird. Die Initiative ist Teil der bundesweiten Bemühungen, die deutsche Stahlindustrie bis spätestens 2045 klimaneutral zu machen.

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Aktuell produziert die deutsche Stahlbranche jährlich rund 40 Millionen Tonnen Rohstahl. Allein der Standort Duisburg von Thyssenkrupp trägt davon 10 Millionen Tonnen bei und zählt damit zu den größten Stahlproduzenten des Landes. Die Industrie ist für etwa 8 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen verantwortlich – ein Grund, warum dringend Handlungsbedarf besteht.

Das Projekt tkH2Steel konzentriert sich auf Direktreduktionsanlagen, in denen Eisenerz statt mit Kohle mit Wasserstoff verarbeitet wird. Schon der Umstieg auf Erdgas in diesen Anlagen könnte die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Hochöfen halbieren. Der Einsatz von grünem Wasserstoff – das langfristige Ziel – würde jedoch pro Tonne Wasserstoff ganze 28 Tonnen CO₂ einsparen.

In der ersten Phase des Projekts werden täglich 400 Tonnen Wasserstoff benötigt, um 2,5 Millionen Tonnen direktreduziertes Eisen herzustellen. Dieser Prozess erfordert enorme Mengen an Strom – äquivalent zur Leistung von 800 Windkraftanlagen. Sowohl die Bundesregierung als auch das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Vorhaben und betonen dessen nationale Bedeutung für den Weg zur Klimaneutralität.

Thyssenkrupp Steels Plan markiert einen entscheidenden Schritt zur Dekarbonisierung einer der emissionsintensivsten Industrien Deutschlands. Gelingt die Umstellung auf wasserstoffbasierte Produktion, könnten die Emissionen der Stahlherstellung drastisch sinken. Das Unternehmen strebt an, die vollständige Transformation bis 2045 abzuschließen.

Quelle