ver.di ruft zu massiven Streiks bei DHL und der Deutschen Post auf
Johanna Albrechtver.di ruft zu massiven Streiks bei DHL und der Deutschen Post auf
Die Gewerkschaft ver.di hat zu großflächigen Streiks bei der Deutschen Post DHL Group aufgerufen. Der Schritt folgt auf die Weigerung der Arbeitgeber, im laufenden Tarifkonflikt ein neues Angebot vorzulegen. Gewerkschaftsvertreter bezeichnen die Maßnahme als notwendig und gerechtfertigt.
ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für rund 160.000 organisierte Beschäftigte des Konzerns. Die letzte Gehaltsanpassung für diese Mitarbeiter lag bei nur 2 Prozent – im Januar 2022. Die meisten der etwa 140.000 Beschäftigten verdienen derzeit in den Entgeltgruppen 1 bis 3 zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto im Monat.
Zudem pocht die Gewerkschaft darauf, die Postzulage für 23.000 beamtete Postmitarbeiter beizubehalten. Darüber hinaus verlangt sie 200 Euro monatlich zusätzlich für Auszubildende und dual Studierende. ver.di schlägt eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag vor.
Die Forderungen umfassen Lohnerhöhungen, Zulagen und die Unterstützung von Auszubildenden. Sollte es in den Verhandlungen keine Fortschritte geben, sind weitere Arbeitsniederlegungen wahrscheinlich. Das Ergebnis wird Zehntausende Postbeschäftigte in ganz Deutschland betreffen.
