29 June 2026, 12:27

Wie Mevlüde Genç aus Solingens Tragödie eine Botschaft der Versöhnung machte

OB Tim Kurzbach: "Solingen hat eine großartige Frau mit einem großen Herzen verloren"

Wie Mevlüde Genç aus Solingens Tragödie eine Botschaft der Versöhnung machte

Am 29. Mai 1993 erlebte die Familie Genç in Solingen eine unvorstellbare Tragödie. Fünf ihrer Mitglieder – zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte – wurden bei einem Brandanschlag durch rechtsextreme Jugendliche getötet. Mevlüde Genç, eine Frau von großer Herzensstärke, wurde daraufhin zu einem Symbol des Widerstands und der Standhaftigkeit.

Der Anschlag hinterließ tiefe Wunden, doch die Familie Genç entschied sich trotz ihres Schmerzes, in Solingen zu bleiben. Unmittelbar nach der Tat rief Mevlüde Genç zu Freundschaft und Versöhnung zwischen Deutschen und Türken in der Stadt auf. Ihr Appell für Frieden half, die Spannungen zu entschärfen und weitere Unruhen zu verhindern.

Später betonte sie die Bedeutung, das Andenken an ihre Kinder im Rahmen der Solinger Erinnerungskultur lebendig zu halten. Ihre Überzeugung war klar: Der Anschlag zeigte die Gefahren ungebremsten Fremdenhasses und Rassismus auf. Mit der Zeit inspirierten ihre Taten neue Integrationspolitiken – nicht nur in Solingen, sondern in ganz Deutschland.

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Solingens Oberbürgermeister Tim-O. Kurzbach hat seitdem versprochen, das Erbe der Familie Genç für kommende Generationen zu bewahren.

Die Geschichte der Familie Genç bleibt eine eindringliche Mahnung an Verlust und den Kampf gegen Hass. Mevlüde Genç’ Einsatz für Frieden und Erinnerung hat bleibende Spuren in der Stadt hinterlassen. Ihr Wirken prägt bis heute Solingens Engagement für Einheit und Toleranz.

Quelle