Wie weibliche Kreativität die Werbebranche revolutioniert – Einblicke vom ADFEST
Jakob BauerWie weibliche Kreativität die Werbebranche revolutioniert – Einblicke vom ADFEST
Die Gerety Awards veranstalteten kürzlich eine Podiumsdiskussion über Kreativität auf dem ADFEST, moderiert von Mitgründerin Lucia Ongay. Die Veranstaltung unter dem Titel "Gespräche, die Kreativität neu prägen" brachte führende Frauen der Branche zusammen, um zu ergründen, was kreative Arbeit wirklich mit Menschen verbindet. Anders als herkömmliche Preise wird der Gerety ausschließlich von Frauen juriert – und bietet damit eine einzigartige Perspektive auf die Wirkung von Werbung.
An der Diskussion beteiligten sich die Jurymitglieder Pannarai Juanroong, Anna Fawcett und Shruthi Subramaniam. Sie waren sich einig: Starke Kreativität erfordert Geduld, Mut und eine menschliche Note. Subramaniam betonte, dass Ideen nicht immer der Logik folgen müssen, um ihr Potenzial zu entfalten. Stattdessen setzte sie auf kollektive Intuition und kühne Einfachheit, um echte Emotionen zu wecken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von konstruktiven Konflikten in kreativen Debatten. Die Runde argumentierte, dass produktive Auseinandersetzungen oft zu präziserer und wirkungsvollerer Arbeit führen. Subramaniam warnte davor, auf Nummer sicher zu gehen – "sichere" Kreativität laufe Gefahr, die Zielgruppe komplett zu verfehlen.
Zur Rolle der Technologie war sich das Panel einig: Sie sollte niemals der Treiber für Inspiration sein. Im Mittelpunkt stehe vielmehr das Erzählen von menschenzentrierten Geschichten – nicht Werkzeuge oder Trends.
Die Gerety Awards heben sich weiterhin durch ihre Betonung weiblicher Führung bei der Bewertung kreativer Spitzenleistungen ab. Die Erkenntnisse der Diskussion unterstrichen, dass die besten Arbeiten aus der Akzeptanz von Spannungen, dem Vertrauen in den Instinkt und der Verankerung im Menschlichen entstehen. Ihr Austausch setzte einen neuen Maßstab dafür, was in Werbung und darüber hinaus wirklich resoniert.






