01 April 2026, 00:18

Zoll am Flughafen Dortmund beschlagnahmt über 500.000 Euro bei Großrazzia gegen Schwarzgeld

Menschen in der Schlange an einem Flughafen-Sicherheitscheck-in, einige mit Taschen und Mobiltelefonen, mit Säulen und Deckenlampen im Hintergrund.

Zoll am Flughafen Dortmund beschlagnahmt über 500.000 Euro bei Großrazzia gegen Schwarzgeld

Zollbeamte am Flughafen Dortmund führen im September Großrazzia zur Kontrolle undeklarierter Bargeldbestände durch

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im September führten Zollbeamte am Flughafen Dortmund eine groß angelegte Kontrolle durch, um Reisende auf undeklariertes Bargeld zu überprüfen. Drei Tage lang durchsuchten Inspektoren Tausende Passagiere und deren Gepäck. Die Aktion brachte erhebliche Geldsummen ans Licht und führte zu mehreren Ermittlungsverfahren.

Zwischen dem 11. und 13. September kontrollierte die Reisekontrollgruppe des Dortmunder Flughafens 1.892 Personen und 675 Gepäckstücke. Unterstützung erhielten die Beamten von Zollhundeführern, Ermittlern für Finanzkriminalität und weiteren Spezialeinheiten. Im Fokus stand die Durchsetzung der Vorschriften für grenzüberschreitende Bargeldbewegungen.

Nach deutschem Recht müssen Reisende, die mehr als 10.000 Euro in bar in das Land ein- oder ausführen, dies mündlich oder schriftlich angeben. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, gerät schnell unter den Verdacht der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung. Wer jedoch die Herkunft, den Verwendungszweck und den Besitz des Geldes nachweisen kann, vermeidet in der Regel rechtliche Konsequenzen.

Bei den Kontrollen wurden insgesamt 532.022 Euro sichergestellt. In 15 Fällen führten Reisende mehr als 10.000 Euro mit sich, ohne dies zu deklarieren. Sechsmal erteilten die Behörden Verwarnungen, in neun Fällen leiteten sie Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. In fünf dieser Fälle beschlagnahmten die Beamten insgesamt 46.700 Euro.

Zudem wurden zwei separate Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf versuchten indirekten Geldtransfer nach Russland eingeleitet. Als Beweismittel beschlagnahmten die Behörden in diesen Fällen 17.200 Euro. Informationen aus weiteren Fällen wurden an Landesfinanzämter und Sozialleistungsbehörden zur weiteren Prüfung weitergeleitet.

Die Aktion am Flughafen Dortmund unterstreicht die strenge Umsetzung der Bargeldmeldepflicht in Deutschland. Die Behörden konfiszierten Zehntausende Euro und leiteten zahlreiche rechtliche Schritte ein. Reisende werden daran erinnert, Beträge über 10.000 Euro anzugeben, um Strafen oder Beschlagnahmungen zu vermeiden.

Quelle