30 December 2025, 08:47

2025: Wie Mariah Carey, Clubsterben und die Generation Beta Deutschland prägten

Ein Plakat mit einer Sammlung von Cartoons und darauf geschriebenem Text.

2025, der Wahnsinn: Ein Lexikon für das Labubu-Jahr - 2025: Wie Mariah Carey, Clubsterben und die Generation Beta Deutschland prägten

2025: Kulturelle Umbrüche, politische Debatten und Unterhaltungsmeilensteine in Deutschland

Das Jahr 2025 brachte kulturelle Verschiebungen, politische Kontroversen und prägende Momente in der Unterhaltungsbranche – von Chartrekorde bis hin zu generationenübergreifenden Veränderungen. In Musik, Medien und gesellschaftlichen Trends setzte das Jahr Akzente, während alte Traditionen verschwanden und neue an ihre Stelle traten.

Mariah Careys „All I Want for Christmas Is You“ schrieb Geschichte, als der Weihnachtshit zum längsten Nummer-eins-Titel in Deutschland wurde. Der Festtags-Klassiker dominierte wochenlang die Charts und überholte damit alle bisherigen Spitzenreiter.

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Doch während die Popkultur feierte, stand Berlins Nachtleben vor einem Einschnitt: Mehrere legendäre Clubs schlossen für immer ihre Türen – das Ende einer Ära für die einst blühende Underground-Szene der Hauptstadt. In der Politik sorgte CDU-Politikerin Julia Klöckner, damals Bundestagspräsidentin, im Juli für Aufsehen: Sie untersagte das Hissen der Regenbogenflagge am Bundestag anlässlich des Christopher Street Day. Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützte die Entscheidung mit der Begründung, das Parlamentsgebäude sei „kein Zirkuszelt“. Der Schritt löste scharfe Kritik von LGBTQ+-Aktivist:innen und Oppositionsparteien aus.

Auch die Popkultur hatte ihre Highlights: Ayliva sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Titel „Künstlerin des Jahres“ auf YouTube und festigte damit ihre Vorherrschaft in der digitalen Musikszene. Netflix veröffentlichte „Adoleszenz“, eine von der Kritik gefeierte Miniserie, die komplett in Einstellungen ohne Schnitte gedreht wurde. Globale Erfolgsformate wie „Squid Game“ und „Stranger Things“ strahlten ihre finalen Staffeln aus und beendeten damit zwei der prägendsten Serien des Jahrzehnts.

Auf leichterer Ebene begeisterte das Wiedersehen von Harald Glööckler und Désirée Nick bei „Promi Big Brother“ die Fans – das Kult-Duo der Reality-TV-Geschichte war zurück. „Das crazy“ wurde zum Jugendwort des Jahres gekürt und spiegelte den Trend zu lässigen, beiläufigen Ausdrucksweisen wider. Gleichzeitig veränderten sich die Eiskaffee-Trends: Statt des klassischen „Eiskaffees“ mit Vanilleeis und Schlagsahne setzten sich schlichte Eislattes durch.

Frederik Brauns Song „Bildschirmblick“ gewann an Popularität und thematisierte einen achtsamen Umgang mit dem Smartphone. Der Track traf besonders bei jüngeren Hörer:innen einen Nerv und reflektierte die wachsende Sorge vor digitaler Übernutzung.

Schließlich wurde 2025 als das Jahr gefeiert, in dem die „Generation Beta“ – die Nachfolgegeneration von Gen Alpha – in Erscheinung trat. Demograf:innen hoben hervor, dass ihre frühe Prägung durch KI und fortschrittliche Technologien zu den prägendsten Merkmalen zählt.

Das Jahr hinterließ deutliche Spuren in Deutschlands kultureller und politischer Landschaft: Careys Hit setzte neue Maßstäbe in der Musik, die Clubschließungen in Berlin veränderten das Nachtleben nachhaltig, und die Debatten um LGBTQ+-Sichtbarkeit hielten an. Gleichzeitig rückte der Umgang mit digitalen Medien in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Mit dem Aufkommen der Generation Beta blickte das Land gespannt auf weitere Entwicklungen in Medien, Technologie und gesellschaftlichen Normen.