12 November 2025, 02:12

95 Prozent der Duisport-Beschäftigten fordern faire Tarifverträge und bessere Löhne

Ein weißes Boot mit einer Flagge ist auf einem Schiffbauplatz mit anderen Booten geparkt, unter einem blauen Himmel mit Wolken.

95 Prozent der Duisport-Beschäftigten fordern faire Tarifverträge und bessere Löhne

Duisport-Beschäftigte zeigen starke Unterstützung für Tarifverhandlungen – 95 Prozent hinter Verdi-Forderungen

Die Belegschaft des Duisburger Hafens hat sich mit großer Mehrheit für Tarifverhandlungen ausgesprochen: 95 Prozent der Beschäftigten unterstützen die Forderungen der Gewerkschaft Verdi. Diese strebt einen flächendeckenden Tarifvertrag für den Duisburger Hafen und die Duisport AG an und verweist dabei auf deutliche Unterschiede bei Löhnen und Arbeitsbedingungen im Vergleich zu anderen, tarifgebundenen Häfen.

Laut Verdi verdienen Arbeiter bei Duisport als Einstiegsgehalt rund 2.750 Euro brutto bei einer 40-Stunden-Woche. Die Gewerkschaft stellt die Behauptung des Unternehmens infrage, wonach ohne Tarifbindung übertarifliche Löhne gezahlt würden. Zum Vergleich: Kranführer in tarifgebundenen Häfen wie Hamburg oder Bremerhaven erhalten bei einer 35-Stunden-Woche etwa 5.000 Euro brutto zuzüglich erheblicher Zulagen.

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Duisport, ein Gemeinschaftsunternehmen der Städte Duisburg und Mülheim an der Ruhr sowie des Landes Nordrhein-Westfalen, zahlt seinen Arbeitern weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld. Die Beschäftigten kritisieren ihre Bezahlung und Arbeitsbedingungen, die sie als deutlich schlechter einstuften als in den benachbarten öffentlichen Häfen. Zudem gibt es Spannungen zwischen Verdi und dem Betriebsrat von Duisport: Die Gewerkschaft wirft diesem vor, die Interessen der Arbeiter nicht ausreichend zu vertreten und sie von Verhandlungen auszuschließen.

Mit der Forderung nach einem umfassenden, standortübergreifenden Tarifvertrag für den Duisburger Hafen und die Duisport AG spricht Verdi die Sorgen von 95 Prozent der Belegschaft an. Ziel der Gewerkschaft sind faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, um die Kluft zu den tarifgebundenen Häfen zu verringern.