Apotheker Ingo Müller nutzt Konkurrenten-Pleite für Expansion in Herten
Johanna AlbrechtApotheker Ingo Müller nutzt Konkurrenten-Pleite für Expansion in Herten
Apotheker Ingo Müller erweitert sein Geschäft in Herten – nach Schließung eines Konkurrenten in der Nähe
Nach der Schließung einer konkurrierenden Apotheke in unmittelbarer Nähe hat der Apotheker Ingo Müller sein Geschäft in Herten erweitert. Die Aufgabe des Wettbewerbers brachte einen deutlichen Zustrom neuer Kunden in seine beiden Filialen – ein Grund für Müller, seine Dienstleistungen auszubauen und zusätzliches Personal einzustellen. Trotz der branchenweiten Herausforderungen bleibt er auf Wachstumskurs.
Die plötzliche Schließung der nur 500 Meter entfernten Konkurrenten-Apotheke führte zu einem spürbaren Anstieg der Kundenfrequenz in Müllers Häusern. Um die Nachfrage zu bewältigen, erweiterte er den Kassenbereich und stellte weitere Mitarbeiter ein – darunter auch ehemalige Beschäftigte der nun geschlossenen Apotheke. Zudem installierte er einen neuen Medikamenten-Abholautomaten, der rund um die Uhr verfügbar ist und den Verkauf rezeptfreier Arzneimittel beschleunigt.
Doch Müller setzt nicht nur auf den Einzelhandel: Über seine Hauptapotheke bietet er mittlerweile auch Blister-Verpackungsservices an. Die vorbereiteten Medikamentendosen werden an Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Arztpraxen in der gesamten Region geliefert. Als Sprecher der örtlichen Apotheker engagiert er sich zudem in Protestaktionen, um auf die finanzielle Belastung der Branche aufmerksam zu machen.
Dennoch bleiben die Herausforderungen bestehen. Steigende Lohnkosten und die Umstellung auf E-Rezepte schmälern die Gewinne, während technische Störungen in der Telematikinfrastruktur – besonders bei Apotheken in der Nähe von Arztpraxen – die Einnahmen beeinträchtigen können. Trotz dieser Hürden sucht Müller weiterhin nach Wegen, sein Unternehmen weiter auszubauen.
Durch die Anpassungen gelingt es Müller, den Kundenandrang nach der Schließung des Konkurrenten zu bewältigen. Mit verbesserten Services und einem größeren Team ist sein Betrieb nun besser auf die Nachfrage vorbereitet. Dennoch bleiben langfristige Risiken wie die digitale Transformation und steigende Kosten für die gesamte Branche eine Belastung.
