02 April 2026, 12:22

Aprilscherze 2024: Wenn Metzger Fußballchefs und Winzer Spa-Betreiber werden

Comicstrip-Plakat mit dem Titel "Aprilscherz", das einen Cartoon-Mann und -Frau in einer Unterhaltung vor einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken zeigt.

Aprilscherze 2024: Wenn Metzger Fußballchefs und Winzer Spa-Betreiber werden

Aprilscherze 2024: Von schrägen Karrierewechseln bis zu skurrilen Wein-Spas – Deutschland lacht und staunt

Der 1. April 2024 brachte eine Welle humorvoller Streiche quer durch Deutschland, von ungewöhnlichen Berufswechseln bis zu absurden lokalen Ankündigungen. In Mainz sorgten ein Metzger, der plötzlich zum Fußballchef wurde, und ein Politiker, der scheinbar die Partei wechselte, für Schlagzeilen. Auch die Weinbranche wurde mit ausgeklügelten Scherzen auf die Probe gestellt.

In Mainz behauptete Peter, ein bekannter ortsansässiger Metzger, am 1. April, er habe den Posten des neuen Küchenchefs beim Fußballclub 1. FSV Mainz 05 übernommen. Der Beitrag verbreitete sich rasant in den sozialen Medien und sammelte 447 Likes – bis sich herausstellte, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Unterdessen verkündete der FDP-Politiker Thomas A. Klann seinen Übertritt zur CDU, nur um wenig später zuzugeben, dass auch dies ein Aprilscherz war. Den Streich nutzte er, um auf die Gefahren von Desinformation und deren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hinzuweisen.

Auch die Weinwelt wurde Opfer ausgefeilter Scherze. Schloss Vollrads im Rheingau kündigte an, ein Thermalbad mit mineralstoffreichem Quellwasser zu errichten – inklusive Vinotherapie-Räumen, die die Reifebedingungen von Riesling-Weinen nachahmen sollten. Die Ankündigung sprach sogar von einer "Riesling-Wein-Therapie" und begeisterte Weinliebhaber. Doch bis April 2026 war nichts umgesetzt worden; die Betreiber schoben regulatorische Hürden vor und reduzierten das Vorhaben auf einfache Weinproben. Experten, darunter das Deutsche Weininstitut, hatten die Idee bereits als schädlich für den Premium-Ruf des Rieslings abgetan.

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Weitere Streiche umfassten einen Winzer im Ahrtal, der einen Rotwein-Whirlpool präsentierte – später von "Blick aktuell" als Falschmeldung entlarvt. In Ahrweiler stellte die Freiwillige Feuerwehr ein "Feuerwehrpferd" als ihr neues Einsatzfahrzeug vor. Und Mainz' neuer Baudezernent Ludwig Holle (CDU) erklärte kurzerhand alle Baustellen der Stadt – darunter Rathaus und Gutenberg-Museum – zu denkmalgeschützten Objekten, die fortan in ihrem unfertigen Zustand konserviert bleiben sollten.

Die Scherze, so harmlos sie auch waren, zeigten, wie schnell sich falsche Behauptungen verbreiten können. Manche, wie das Wein-Spa, hielten sich noch lange in der öffentlichen Diskussion, nachdem der Schwindel aufgedeckt war. Andere, wie der Metzger als Küchenchef, verblassten zwar schnell, hinterließen aber Spuren in den lokalen sozialen Medien.

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