07 February 2026, 08:30

Bahnhof Löhn wird nach Sicherheitskritik komplett umgebaut – was sich ändert

Eine Gruppe von Frauen, die auf einem Zug mit Türen auf beiden Seiten und Lichtern öber ihnen steht, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Bahnhof Löhn wird nach Sicherheitskritik komplett umgebaut – was sich ändert

Bahnhof Löhn steht vor umfassenden Veränderungen – nach Sicherheitsbedenken der Anwohner

Nach Klagen über mangelnde Sicherheit soll der Bahnhof Löhn grundlegend umgestaltet werden. Eine neu erstellte "Angstkarte" verzeichnet 68 Orte in der Umgebung, an denen sich Menschen – insbesondere Frauen – nach Einbruch der Dunkelheit unsicher fühlen. Ziel der Neugestaltung ist es, den Bereich heller, einladender und für alle nutzbarer zu machen.

Frauen, die den Bahnhof Löhn frequentieren, berichten von einem mulmigen Gefühl, vor allem beim Durchqueren des langen Tunnels zu den Gleisen oder beim nächtlichen Warten allein auf dem Bahnsteig. Viele fordern eine bessere Beleuchtung der Wege sowie mehr Überwachungskameras am hinteren Zugang des Bahnhofs. Zwar zeigen Kriminalstatistiken, dass es sich bei den meisten Delikten um kleinere Vorfälle wie Fahrraddiebstähle handelt – doch das subjektive Sicherheitsgefühl bleibt stark beeinträchtigt.

Die Umbaumaßnahmen konzentrieren sich auf eine verbesserte Übersichtlichkeit und eine lebendigere Atmosphäre. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2025 beginnen. Anwohner können zudem unsichere Bereiche über ein Online-Meldesystem anzeigen, um den Behörden bei der Identifizierung von Problemzonen zu helfen.

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Das Vorgehen der Stadt Minden orientiert sich an einem ähnlichen Projekt in Köln, wo Anfang dieses Jahres eine vergleichbare "Angstkarte" eingeführt wurde. Ziel ist es, Sorgen frühzeitig anzugehen – selbst wenn die tatsächlichen Kriminalitätszahlen wieder auf dem Stand vor der Pandemie liegen.

Die Planungen für die Neugestaltung zielen darauf ab, das Unsicherheitsgefühl durch offene, gut ausgeleuchtete Bereiche zu verringern. Mit dem Baubeginn Anfang 2025 hoffen die Verantwortlichen, dass die Veränderungen mehr Menschen ermutigen werden, den Bahnhof ohne Bedenken zu nutzen. Die "Angstkarte" und das Meldesystem sollen auch künftig als Grundlage für weitere Verbesserungen dienen.