Bayer Leverkusen kämpft mit Formtief in Bundesliga und Champions League
Johanna AlbrechtBayer Leverkusen kämpft mit Formtief in Bundesliga und Champions League
Bayer Leverkusens Saison hat in den letzten Wochen eine schwierige Phase durchgemacht. Die unbeständige Leistung des Teams in der Champions League und der Bundesliga hat trotz eines deutlichen 3:0-Siegs gegen Villarreal für Besorgnis gesorgt. Sowohl Trainer Kasper Hjulmand als auch Sportdirektor Simon Rolfes haben die Notwendigkeit von Verbesserungen betont.
Die Probleme des Vereins sind besonders nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach aufgefallen – eine Mannschaft, die sich am Tabellenende behaupten muss. Hjulmand gab zu, wirklich wütend gewesen zu sein, wie schon seit Monaten nicht mehr, und kritisierte seine Spieler für ihre langsamen Reaktionen und mangelnde Intensität. Das Ergebnis wurde als verpasste Chance gewertet, in der Champions-League-Qualifikation aufzusteigen.
In der Gruppenphase der Champions League belegt Leverkusen nach sieben Spielen mit neun Punkten und einer Tordifferenz von -4 den 20. Platz. Auf die deutliche 0:2-Niederlage gegen Olympiakos Piräus am 20. Januar 2026 folgte ein überzeugender 3:0-Sieg gegen Villarreal. Trotz dieser Schwankungen verwies Rolfes darauf, dass die Mannschaft vier der letzten fünf Partien gewonnen hat – ein Hinweis darauf, dass die Probleme möglicherweise nicht so tiefgreifend sind, wie es den Anschein hat.
Rolfes wies Vorwürfe zurück, den Spielern fehle der Kampfgeist oder die richtige Einstellung. Stattdessen machte er den strapaziösen Spielplan für die Leistungsdellen verantwortlich und betonte, dass selbst Spitzenmannschaften in dieser Saison Schwächen gezeigt hätten. Zudem müsse sich die im Sommer stark umgebaute Truppe schneller an die Anforderungen anpassen. Seine Botschaft war klar: In den kommenden Wochen seien weitere Fortschritte unverzichtbar.
Im Vergleich zu den Bundesliga-Konkurrenten hinkt Leverkusen hinterher. Der FC Bayern München liegt mit 18 Punkten und einer Tordifferenz von +13 souverän auf Platz zwei, während Borussia Dortmund mit 11 Zählern den 16. Rang belegt. Selbst Eintracht Frankfurt, das nicht um die Meisterschaft mithält, zeigt aktuell eine bessere Form als die Werkself.
Jetzt steht Leverkusen unter Druck, die Saison schnellstmöglich zu wenden. Die durchwachsenen Ergebnisse in Europa und der heimischen Liga bringen das Team in eine prekäre Lage. Mit klaren Forderungen von Rolfes und Hjulmand werden die nächsten Wochen entscheidend sein, ob es dem Verein gelingt, wieder Tritt zu fassen.
