21 February 2026, 12:28

Betrüger gab sich als Polizist aus: 26-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen unterbringen, können sie monatlich Hunderte Dollar aus ihren Taschen ziehen."

Betrüger gab sich als Polizist aus: 26-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten

In Münster muss sich ein 26-jähriger Mann wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring vor Gericht verantworten. Die Masche zielte auf ältere Opfer in ganz Nordrhein-Westfalen ab, die durch Täuschung dazu gebracht wurden, Bargeld und Wertgegenstände herauszugeben. Den Ermittlungen zufolge gab sich die Bande als Polizeibeamte aus, um die Diebstähle zu begehen.

Der Angeklagte wird die Beteiligung an sechs Betrugsfällen vorgeworfen, bei denen ein Gesamtschaden von 162.000 Euro entstand. Seine Aufgabe soll unter anderem darin bestanden haben, in der Türkei Wohnungen anzumieten, von denen aus betrügerische Anrufe getätigt und gestohlene Waren entgegengenommen wurden. Zudem deckten die Ermittler weitere Fälle in Ostwestfalen auf, die mit der Gruppe in Verbindung stehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Raum Münster fielen zwei ältere Menschen der Betrugsmasche zum Opfer: eine Frau in Beckum und ein Mann in Sendenhorst. Die Anrufer gaben sich als Polizisten aus und warnten vor angeblichen Einbrüchen in ihren Häusern. Die Opfer wurden daraufhin überredet, Geld und Schmuck zur "sicheren Verwahrung" zu übergeben.

Der Prozess wird bis März dauern, mit vier geplanten Verhandlungsterminen, bevor ein Urteil gefällt wird. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft betont, dass er mit den Ermittlungen kooperiert und sich im Laufe des Verfahrens vor Gericht äußern wird.

Ähnliche Betrugsversuche wurden bundesweit gemeldet, darunter auch in Baden-Württemberg. Allein in Ravensburg verursachten falsche Polizisten im Jahr 2025 Schäden in Höhe von etwa 820.000 Euro, wobei die genaue Zahl der Opfer unklar bleibt.

Das Gericht wird nun klären, inwieweit der Angeklagte in die 162.000-Euro-Betrugsaffäre verstrickt war. Ein Schuldspruch könnte zu einer langen Gefängnisstrafe führen. Unterdessen warnen die Behörden weiterhin vor den anhaltenden Betrugsmaschen mit falschen Polizisten, die gezielt schutzbedürftige Personen ins Visier nehmen.