05 February 2026, 10:34

Betrüger lockten Senioren mit Fake-Handwerkerdiensten und stahlen Zehntausende Euro

Ein gelblicher, alter Beleg mit sauberer, geschwungener Handschrift, wahrscheinlich eine Einkaufsliste von Robert Smith, neben einem Mann im Anzug und Krawatte mit ernstem Gesichtsausdruck.

Betrüger lockten Senioren mit Fake-Handwerkerdiensten und stahlen Zehntausende Euro

Drei Männer im Alter zwischen 34 und 62 Jahren müssen sich derzeit vor dem Landgericht Köln wegen Betrugs und Diebstahls verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, ältere Bewohner in vier Städten mit gefälschten Handwerkerleistungen gelockt und anschließend Geld sowie Wertgegenstände gestohlen zu haben.

Der Prozess, der voraussichtlich sieben Tage dauern wird, könnte bis Ende März mit einem Urteil abgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Entschädigung von 43.000 Euro für die Geschädigten.

Die Angeklagten sollen zwischen 2022 und 2023 in Köln, Bergisch Gladbach, Bergneustadt und Gummersbach unterwegs gewesen sein. Als angebliche Handwerker boten sie unaufgeforderte Reinigungs-, Abdichtungs- oder Renovierungsarbeiten an – vor allem bei älteren Haushalten.

Sobald sie Zugang zu den Wohnungen hatten, verlangten sie laut Anklage sofortige Barzahlungen für mangelhafte oder gar nicht erbrachte Leistungen. In einigen Fällen durchsuchten sie die Häuser und stahlen zusätzliche Wertsachen, während die Bewohner abgelenkt waren.

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Insgesamt werden 17 Vorfälle untersucht, bei denen die finanziellen Schäden in die Zehntausende gehen. Viele der Opfer, darunter zahlreiche Senioren, blieben mit unvollendeten Arbeiten und gestohlenen Besitztümern zurück.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, durch ein scheinbar professionelles Auftreten Vertrauen erschlichen und die Bewohner unter Druck gesetzt zu haben, um an ihr Geld zu kommen. Das Gericht wird in mehreren Verhandlungstagen die Beweislage prüfen, bevor es über die Strafen entscheidet.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die 17 mutmaßlichen Betrugsfälle. Die Staatsanwaltschaft pocht auf die Rückerstattung von 43.000 Euro an die Geschädigten. Ein Urteil könnte – je nach Verhandlungsverlauf – noch im März fallen.

Bei einer Verurteilung drohen den Männern Haftstrafen sowie die Zahlung von Schadensersatz für die Vorwürfe des Betrugs und Diebstahls.