11 February 2026, 14:40

Betrunkener zieht Handgranate in Restaurant – Schüsse bei dramatischer Festnahme

Eine Hand mit einem Hammer und Sichel hält auf ein Gebäude mit der Aufschrift "Zachvati-li te zanynes" zu.

Handgranaten-Drohung in Bielefeld - Angeklagter schweigt - Betrunkener zieht Handgranate in Restaurant – Schüsse bei dramatischer Festnahme

Trunkener Mann bedroht Restaurant mit scharfer Handgranate – Polizeieinsatz endet mit Schussverletzung

Im Oktober 2025 bedrohte ein schwer betrunkener Mann in Bielefeld-Sennestadt ein Restaurant mit einer scharfen Handgranate. Der Vorfall eskalierte, nachdem ihm die Bedienung keinen Alkohol mehr ausschenken wollte. Bei der späteren Festnahme schossen Polizisten auf den Mann und verletzten ihn schwer.

Der Fall löste seitdem eine breite Debatte über das Polizeivorgehen aus, nachdem alle fünf beteiligten Beamten freigesprochen wurden. Noch am Abend des Urteils versammelten sich in Dortmund spontan rund 300 Menschen zu einer Demonstration. Teilnehmer nannten sie eine "dynamische Demo", während die Polizei die Stimmung als "aufgeheizt" beschrieb.

Der Konflikt begann am 26. Oktober 2025, als der Mann das Lokal betrat und Wodka forderte. Die Angestellten verweigerten ihm zunächst ein Glas, woraufhin er erklärte: "Ich will sterben" – und anschließend die Granate zog. Aus Angst um ihre Sicherheit reichte ihm das Personal schließlich eine volle Flasche.

Später stellte sich heraus, dass die Granate scharfer Sprengstoff war und hätte detonieren können. Der bereits stark betrunkene Mann forderte unter Vorhalt der Waffe schließlich vier Flaschen Wodka. Bei der Festnahme schossen Polizisten ihm ins Bein und verletzten ihn schwer.

Der Prozess gegen den Angeklagten begann mit dessen Schweigen vor Gericht. Die Verhandlungen sollen bis zum 20. März andauern. Unterdessen stieß der Freispruch der Beamten auf scharfe Kritik. Ein Solidaritätskreis und ein Menschenrechtsausschuss zeigten sich schockiert über das Urteil, was die öffentliche Diskussion über Polizeigewalt weiter anheizte.

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Der Fall wirft nachhaltige Fragen auf, wie die Polizei mit Hochrisikosituationen umgeht. Der Freispruch der Beamten und die Reaktionen der Öffentlichkeit verdeutlichen die anhaltenden Spannungen um die Rechenschaftspflicht der Strafverfolgungsbehörden. Das Verfahren gegen den Angeklagten läuft noch; ein Urteil wird für Ende März erwartet.